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Ende einer Karriere : Kauder kandidiert nicht wieder für den Bundestag

  • Aktualisiert am

Urgestein der CDU: Volker Kauder Bild: dpa

Jahrelang war Volker Kauder Fraktionsvorsitzender der CDU im Bundestag, bis ihn die Abgeordneten 2018 stürzten. Jetzt sagt er: „Ich habe sehr viel mehr erreicht, als ich jemals gedacht hätte.“

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          Nach rund drei Jahrzehnten im Bundestag will sich der einstige CDU-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder nicht abermals um ein Abgeordnetenmandat bewerben. Bei der Bundestagswahl 2021 werde er nicht kandidieren, teilte Kauder bei einer Vorstandssitzung der CDU-Kreisverbände Tuttlingen und Rottweil mit. Kauder vertritt den Wahlkreis im Bundestag seit 1990 als direkt gewählter Abgeordneter.

          „In den vielen Jahren meiner politischen Tätigkeit habe ich sehr viel mehr erreicht als ich jemals gedacht hätte“, sagte der aus Hoffenheim stammende 70 Jahre alte Politiker laut einer Mitteilung seines Bundestagsbüros bei der Sitzung am Donnerstag. „Es war mir wichtig, dass die beiden Kreisvorstände dies als Erste erfahren.“ Er habe es bereits jetzt bekanntgemacht, damit seine „Nachfolge in einem ordentlichen und einvernehmlichen Verfahren geregelt werden kann“.

          Brinkhaus gewann die Abstimmung knapp

          Der Vertraute von Bundeskanzlerin Angela Merkel war 13 Jahre lang Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag gewesen. Im September 2018 hatten die Abgeordneten von CDU und CSU ihn gestürzt und überraschend den Westfalen und bisherigen Fraktionsvize Ralph Brinkhaus (CDU) an ihre Spitze gewählt. Brinkhaus gewann die Abstimmung mit 125 zu 112 Stimmen.

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