https://www.faz.net/-gpf-7i5ux

Videobotschaft der Kanzlerin : „Müssen Internet mit Industrie verschmelzen“

  • Aktualisiert am

Verschmolzen: Merkel und ihr iPad Bild: dapd

In ihrer wöchentlichen Videobotschaft hat Kanzlerin Merkel die Themen Schulden und Bildung zur Priorität erhoben. Besonderes Augenmerk gelte zudem der Verschmelzung von Informationstechnologien mit der klassischen Industrie.

          Schuldenabbau und Investitionen in Bildung und Forschung haben für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in den nächsten Jahren Vorrang. Das Wirtschaftswachstum sicherzustellen sei eine Daueraufgabe, sagte sie in ihrer am Samstag veröffentlichten wöchentlichen Video-Botschaft. „Man kann das im Grunde nur durch Innovationen sicherstellen - indem wir an den wesentlichen Trends der Weltwirtschaft mit teilhaben.“

          Besonderes Augenmerk gelte der Verschmelzung von Internet- und Informationstechnologien mit der klassischen Industrie. Das werde sich im Automobilbau, in der Chemie-Industrie und im Maschinenbau zeigen. „Hier muss Deutschland Weltspitze sein, und darauf müssen wir besonders achten“, sagte die Kanzlerin. Ziel bleibe es, drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Forschung auszugeben.

          Angesichts des demografischen Wandels sei es zudem nötig, mehr Menschen über 60 in Arbeit zu bringen, sagte Merkel. Zudem müssten Menschen mit ausländischem Hintergrund durch eine gute Integrationspolitik die gleichen Bildungsabschlüsse schaffen können wie diejenigen mit einem deutschen Hintergrund. „Hier haben wir noch sehr viel zu tun, denn wir brauchen die Migrantinnen und Migranten in unserem Erwerbsleben mit guter Bildung.“

          Ausländische Fachkräfte spielten eine zunehmend wichtige Rolle, erklärte Merkel. Sie setze vor allem auf den europäischen Arbeitsmarkt. „Europa muss sich nicht nur zu einem Raum eines Binnenmarktes entwickeln, sondern auch zu einem Raum eines gemeinsamen Arbeitsmarktes.“ Deutschland könne hier Vorreiter sein.

          Weitere Themen

          DDR-Grenzopfer in Bulgarien Video-Seite öffnen

          Erschossen und vergessen : DDR-Grenzopfer in Bulgarien

          Fast 700 DDR-Bürgern ist die Flucht in den Westen über die bulgarisch-griechische Grenze gelungen, mindestens 21 wurden beim versuchten Grenzübertritt getötet. Die meist jungen Opfer sind heute weitgehend vergessen.

          Topmeldungen

          Berlin im Juli 2017: Überschwemmung auf der Märkischen Allee nach einem Unwetter

          Schwierige Stadtplanung : Schwamm drunter!

          Starkregen und Hochwasser bringen Städte immer wieder an ihre Grenzen. Sie müssen sich anpassen – denn der Klimawandel dürfte das Problem noch verschärfen.
          Olaf Koch, 49, ist seit sieben Jahren Vorstandsvorsitzender des Handelskonzerns Metro.

          Metro-Chef Koch im Interview : Ist Ihr Job noch sicher?

          Metro-Chef Olaf Koch hat eine feindliche Übernahme durch den tschechischen Milliardär Křetínský abgewehrt, doch die Probleme bleiben. Wie geht es mit dem Handelskonzern und ihm selbst weiter?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.