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Video im Internet : Drohung gegen deutschen Islamisten aufgetaucht

Nach F.A.Z.-Informationen ist ein Internetvideo aufgetaucht, in dem indirekt zur Lynchjustiz gegen einen Islamisten aufgerufen wird. Das Landeskriminalamt schließt nicht aus, dass es von Rechtsextremisten produziert wurde.

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          Nach dem Drohvideo gegen Journalisten, die kritisch über Salafisten und die von ihnen betriebene Koran-Verteilung berichtet hatten, befürchten die Sicherheitsbehörden eine neue Eskalation. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Samstagsausgabe) ist ein weiteres Video im Internet aufgetaucht, das möglicherweise von Rechtsextremisten produziert und verbreitet worden ist.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das aktuelle Video wendet sich gegen einen der prominentesten Akteure der salafistischen Szene, Mohamed Mahmoud, der vor wenigen Wochen seinen Wohnsitz von Solingen nach Erbach im Odenwald verlegt hat. Die Ermittler schließen nicht aus, dass der Urheber des Videos aus der rechtsextremen Szene stammt.

          Möglicherweise hat derselbe Urheber in der Vergangenheit schon anderes diffamierendes Material über den gebürtigen Österreicher Mahmoud verbreitet. Offenbar verfolgt er die Tätigkeiten des Islamisten schon seit mehreren Jahren und hat nun die jüngsten Anfeindungen gegen Journalisten zum Anlass genommen, gegen Salafisten und spezielle gegen Mahmoud vorzugehen.

          In dem Video wird sinngemäß zur Lynchjustiz aufgerufen als Strafe dafür, dass sich Mahmoud „vehement weigert, sich zu integrieren“ und dass er „Journalisten und Ungläubige bedrohe“, wie es in dem Video heißt. So etwas könne im „deutschsprachigen Gebiet nicht geduldet werden“. Unter anderem wird ein mit „Blut“ beschmutztes Messer und der Wohnort des Islamisten gezeigt mit dem Hinweis, ihn „dort zu besuchen“.

          Der hessische Innenminister Boris Rhein (CDU) hatte erst am Montag darauf hingewiesen, trotz aller Kritik auf die salafistischen Aktionen „maßvoll“ zu reagieren, um die Stimmung nicht unnötig aufzuheizen. Das liege möglicherweise sogar im Interesse der Salafisten. Rhein bezog sich mit seinem Appell vor allem auf die umstrittene Koran-Verteilung und sagte, die Sicherheitsbehörden seien instruiert, gezielte Provokationen zu verhindern.

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