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Gemeinsames Rüstungsprojekt : Europa soll bewaffnete Drohne entwickeln

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Eine Drohne vom Typ Heron 1 (auf der Luft- und Raumfahrtausstellung 2014 in Berlin-Schönefeld) Bild: dpa

Die Entwicklung einer bewaffneten Drohne ist eines der wichtigsten Rüstungsprojekte der nächsten Jahre. Was im deutschen Alleingang scheiterte, soll nun zusammen mit Frankreich und Italien gelingen.

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          Deutschland und Frankreich treiben ihre Pläne zum Bau einer europäischen Drohne gemeinsam mit Italien voran. Vor den deutsch-französischen Regierungskonsultationen in Berlin unterrichtete Rüstungsstaatssekretärin Katrin Suder die Obleute der Bundestagsfraktionen darüber, dass noch in diesem Jahr eine erste Vereinbarung über das Projekt unterzeichnet und anschließend eine Studie zur Realisierung erstellt werden soll. Die mittelgroße Drohne, die auch in der Lage wäre, Waffen zu tragen, soll bis zum Jahr 2025 entwickelt werden.

          Als Übergangslösung will Deutschland bewaffnungsfähige israelische oder amerikanische Drohnen mieten oder kaufen. Die Entscheidung wird ebenfalls noch in diesem Jahr erwartet.

          Der Grünen-Haushaltspolitiker Tobias Lindner stellte infrage, ob die Entwicklung einer europäischen Drohne wirklich nötig ist. „Das Ministerium muss erklären, ob ein europäisches Drohnenprojekt nicht in Wirklichkeit Industriepolitik ist und warum marktverfügbare Lösungen nicht genügen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

          Den Mietvertrag für die israelische Aufklärungsdrohne „Heron 1“, die für die Bundeswehr in Afghanistan im Einsatz ist, wurde vergangene Woche verlängert. Diese Drohne ist aber zu klein, um Waffen zu tragen.

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