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Kritiker von AKK : Taktik der Diskreditierung

Annegret Kramp-Karrenbauer absolvierte am Mittwoch ihren ersten Truppenbesuch. Bild: dpa

Die neue Verteidigungsministerin hat recht, wenn sie für höhere Verteidigungsausgaben eintritt. Man fragt sich, welches Verständnis von deutscher Verlässlichkeit jene haben, die Absprachen in der Nato als belanglos abtun.

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          Das ist die Taktik der Diskreditierung, doch sie ist leicht zu durchschauen: Wer die Einhaltung des Ziels der Nato verlangt, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben, mache einen Kotau vor dem „Rassisten“ Trump, laufe dessen Forderungen „blind“ nach. SPD, Grüne und Linke nehmen ein bisschen Antiamerikanismus, geben eine kräftige Prise Antitrump hinzu, und fertig ist die Kritik an der neuen Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer, die auch am Tage ihrer Vereidigung partout für höhere Verteidigungsausgaben eintritt.

          Recht hat sie; ihre Kritiker scheinen aber zu glauben, man müsse nur den Namen des amerikanischen Präsidenten erwähnen und schon erledige sich das Thema der Unterfinanzierung der Bundeswehr von selbst, der toxischen Wirkung Trumps wegen. Das tut es aber nicht. Es ist ärgerlich, wenn selbst Sachkundige so tun, als seien diejenigen, die Bündnisabsprachen einhalten wollen, aus der Zeit gefallene Aufrüstungsfanatiker. Deutschland wird bis 2024 weder das Zwei-Prozent-Ziel noch nach gegenwärtiger Planung die selbstgesetzte Marke von 1,5 Prozent erreichen.

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