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Verschleierungs-Debatte : Bouffier will keine übereilte Entscheidung über Burka-Verbot

  • Aktualisiert am

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) Bild: dpa

Die Debatte über Vollverschleierung läuft nach Ansicht des hessischen Regierungschefs Bouffier teils zu hitzig. Er sagt im „Sommerinterview“ des Hessischen Rundfunks, was er vorhat.

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          Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat vor vorschnellen Entscheidungen über ein Verbot der Vollverschleierung gewarnt. „Bevor wir jetzt mit dem Strafrecht arbeiten, würde ich sagen: Lasst uns erst einmal eine gesellschaftliche Diskussion führen“, sagte der Regierungschef im „Sommerinterview“ des Hessischen Rundfunks. Ähnlich wie die Unions-Innenminister lehnt er aber das Auftreten von Frauen mit Vollschleier in manchen Fällen ab. „Für bestimmte Bereiche würde ich sagen, das geht nicht.“ Bouffier nannte Behörden, Schulen und Hochschulen, Parlamente oder das Tragen am Steuer als Beispiele.

          Es gehe nicht um Terrorismusbekämpfung, sagte Bouffier. „Es ist aber ein Symbol für die Frage, wohin geht dieses Land? Wir sind kein islamisches Land, wir wollen es auch nicht werden“, sagte er. Aber er wolle mit den Muslimen im Land „gemeinsam eine Zukunft bauen, die für alle erfolgreich und friedlich ist“. Das oberste Verwaltungsgericht in Frankreich hob am Freitag das Burkini-Verbot im südfranzösischen Badeort Villeneuve-Loubet auf - dies hatte die Diskussion erneut befördert.

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