https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/vermerk-im-amt-des-wehrbeauftragten-kritik-an-bericht-zur-gorch-fock-11452.html

Vermerk im Amt des Wehrbeauftragten : Kritik an Bericht zur „Gorch Fock“

  • Aktualisiert am
Das Segelschulschiff der Bundesmarine „Gorch Fock”
          1 Min.

          Im Amt des Wehrbeauftragten wird der Untersuchungsbericht der Marine zu den Vorgängen auf der Gorch Fock kritisiert. Das geht aus einem Vermerk für den Wehrbeauftragten Hellmuth Königshaus (FDP) hervor, der der F.A.Z. vorliegt. Darin wird bezweifelt, dass kein unzulässiger Druck auf die Offizieranwärter (OA) auf dem Segelschulschiff ausgeübt worden sei, in die Takelage zu klettern.

          Insgesamt „lässt die Untersuchungskommission eine kritische Auseinandersetzung mit der Situation der OA, insbesondere im Hinblick auf direkten oder indirekten Druck zum Aufentern, vermissen“, heißt es in dem Vermerk des zuständigen Referats für Menschenführung in der Bundeswehr. „Eine kritische Auseinandersetzung, wie mit dem Offiziernachwuchs der Marine umgegangen wurde, wäre wünschenswert gewesen.“

          Dass weder der Kommandant, noch der Erste Offizier hätten befragt werden können, sei „nicht akzeptabel“ heißt es in dem Vermerk weiter. Als höchste Vorgesetzte und Verantwortliche an Bord stehe insbesondere auch deren Verhalten in der Kritik. Gefordert wird eine „eindeutige Stellungnahme“ des Verteidigungsministeriums dazu.

          Nicht zu beanstanden seien hingegen die - für die Stammbesatzung entlastenden - Feststellungen der Kommission zu verschiedenen Einzelvorwürfen, die gegenüber dem Wehrbeauftragten oder in der Presse erhoben worden waren: Unter anderem zum Umgang mit Alkohol, zur Betreuung nach dem Unfall einer 25 Jahre alten Offizieranwärterin im vergangenen November, zu angeblicher sexueller Belästigung oder zu einer angeblichen Karnevalsfeier nach dem Unfall.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Wankt die islamische Republik? Eine Frau im traditionellen Tschador vor einem Wandbild in Teheran

          Proteste in Iran : Nach dem Straßenkampf die Streiks

          Die Ankündigung, die Sittenpolizei aufzulösen, ist wirkungslos verpufft. Es mehren sich die Zeichen, dass die Proteste einen Keil zwischen Mullahs und Revolutionswächter treiben könnten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.