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Covid-19-Pandemie : Das Risiko der zweiten Welle

Angestellte eines Cafés auf der Düsseldorfer Kö streichen die seit der Corona-Krise ungenutzten Stühle. Bild: Frank Röth

Die Dynamik der Pandemie hängt davon ab, wie viele Menschen ein Infizierter ansteckt. Dieser Wert ist in Deutschland nun wieder gestiegen. Historische Daten der Spanischen Grippe illustrieren, wie die Gefahr einer „zweiten Welle“ von den Schutzmaßnahmen bestimmt wird.

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          Im Kampf gegen Covid-19 scheint ein Etappensieg erreicht. Die Maßnahmen, die viele Länder eingeführt haben um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, haben Wirkung gezeigt. Die Zahl der Neuinfektionen ging zurück, die Lockerung der geltenden Einschränkungen erscheint vielen als nächster notwendiger Schritt. Doch in der Diskussion über eine solche Lockerung wird immer wieder warnend auf ein Phänomen verwiesen, das als „zweite Welle“ bezeichnet wird – und das es möglichst zu vermeiden gelte.

          Sibylle Anderl

          Redakteurin im Feuilleton.

          Die grundsätzliche Logik der zweiten Welle einer Pandemie ist nicht schwer zu verstehen: Die Dynamik der Krankheit hängt davon ab, wie viele Neuinfizierte im Durchschnitt von einem Erkrankten angesteckt werden. Diese Ansteckungsrate ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) jüngst wieder leicht gestiegen – auf 1,0  (bei einem 95%-Konfidenzintervall zwischen 0,8 und 1,1). Laut der am Montagabend veröffentlichten RKI-Statistik steckt jeder Infizierte nunmehr wieder einen weiteren Menschen an. Anfang März lag die Kennziffer noch bei 3, zuletzt war sie auf 0,9 gesunken – jeweils mit einer gewissen Schwankungsbreite.

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