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Verschärfte Strafen für Raser : „Regeln werden nur eingehalten, wenn klar ist, warum sie wichtig sind“

Ob Tempo 30 oder 50 macht einen großen Unterschied: Frankfurt im März Bild: dpa

Hohe Strafen haben dafür gesorgt, dass Alkohol am Steuer heute sozial geächtet ist. Das könnte auch bei Raserei klappen, sagt der Verkehrsforscher Bernhard Schlag. Außerdem seien technische Lösungen möglich.

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          Die neue Straßenverkehrsordnung (StVO) hat viel Streit ausgelöst. Jetzt wird sie wegen eines Formfehlers teilweise nicht mehr angewendet. In der Verordnung werden unter anderem die Bußgelder für zu schnelles Fahren teils deutlich erhöht. Führt das überhaupt zu einer Verhaltensänderung?

          Stefan Tomik

          Redakteur in der Politik.

          Kurzfristig womöglich nicht, langfristig schon. Der Haupteffekt aus psychologischer Sicht ist dieser: Die Strafandrohung ist ein gesellschaftliches Signal für die Wichtigkeit, die dem Thema beigemessen wird. In den Achtzigerjahren galt Alkohol am Steuer noch als Kavaliersdelikt. Doch höhere Strafen haben die gesellschaftliche Einstellung stark verändert. Heute ist das ein No-Go, auch bei den Jüngeren. Das zu erreichen, wäre auch bei der Geschwindigkeit möglich. Ein Drittel aller Verkehrstoten sind auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen, da steckt noch viel Potential drin.

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