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Verein „Uniter“ : Gefahr durch Rechtsextreme in der Bundeswehr?

Ungewöhnlich offen hat sich nun die „Gemeinschaft Deutscher Kommandosoldaten“ (GDK) von Uniter distanziert - unser Bild zeigt Spezialkräfte beim Tag der Bundeswehr 2018 in Dresden Bild: dpa

Dem Verein „Uniter“ sollen zahlreiche Angehörige von Spezialkräften des Heeres, der Polizei und Mitarbeiter anderer Sicherheitsbehörden angehören. Jetzt bezieht eine Vereinigung von Soldaten erstmals Stellung gegen ihn.

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          Autoritäre Nationalisten, Rechtsextreme und Prepper versuchen seit einiger Zeit, bei Polizei und Bundeswehr Fuß zu fassen und sie für andere Ziele zu nutzen. Erstmals hat sich nun eine Vereinigung von Soldaten des Kommandos Spezialkräfte öffentlich gegen solche Bestrebungen gestellt und gegen einen nebulösen Verein namens „Uniter“ Stellung bezogen. Der wird in der Diskussion um Unterwanderung und Schattenstrukturen oft genannt, obgleich Verfassungsschutz und Militärischer Abschirmdienst kein klares Bild der Lage zeichnen können. Der SPD-Politiker Uli Grötsch, Mitglied im Parlamentarischen Kontrollgremium, sagt: „Wenn wir über Extremisten in der Bundeswehr reden, kommen wir an Uniter nicht vorbei.“

          Peter Carstens
          Politischer Korrespondent in Berlin

          Dem Verein sollen bis zu 2000 aktive und ehemalige Angehörige von Spezialkräften des Heeres, der Polizei und Mitarbeiter anderer Sicherheitsbehörden angehören. Uniter organisiert paramilitärische Übungen, bildet für angebliche Terror- und Katastrophenlagen aus und bietet Mitgliedern einen Bund gegenseitiger Hilfe an. Angehörige des Vereins treten im Ausland als Ausbilder von Polizei- und Sicherheitskräften auf.

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