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Ehrung des Bundespräsidenten : Verdienstorden für Bouffier, Kraft, Tillich und Sellering

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (Mitte) hat Volker Bouffier, Hannelore Kraft, Stanislav Tillich und Erwin Sellering (von Links nach rechts) ausgezeichnet. Bild: EPA

Für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist das Ministerpräsidentenamt eines der anspruchsvollsten in Deutschland. Das macht er mit einer besonderen Ehrung deutlich.

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          Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sowie die ehemaligen Länderregierungschefs Hannelore Kraft, Erwin Sellering (beide SPD) und Stanislaw Tillich (CDU) sind mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik ausgezeichnet worden. Bei der Ehrung am Donnerstag im Schloss Bellevue sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, alle vier hätten in ihren Ländern „viele Jahre höchste Regierungsverantwortung getragen“. Und als Ministerpräsidenten „haben Sie tagtäglich und ganz unmittelbar erfahren, was die Bürger bewegt und besorgt“. Das Amt „ist eines der wichtigsten in unserer Republik, und es ist eines der anspruchsvollsten, gerade in Zeiten, in denen die Risse in unserer Gesellschaft tiefer werden“.

          Alle vier hätten sich immer wieder der öffentlichen Kritik ausgesetzt und den teils heftigen Debatten um die Flüchtlingspolitik gestellt. Ebenso wie viele engagierte Politiker in Ländern und Kommunen hätten sie sich nicht weggeduckt - trotz persönlicher Anfeindung und Beschimpfung. Aber es sei ihnen auch immer wieder gelungen, Mauern zu überwinden und Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen.

          Der Bundespräsident leitete seine Rede mit der Bemerkung ein: „Irgendjemand in den sozialen Medien wird bestimmt sagen: „Orden für Landesfürsten, und dann auch noch in einem Schloss - da fehlen nur noch die gepuderten Perücken.“ Aber diese Ehrung ist alles andere als ein vordemokratisches Ritual. Denn unsere parlamentarische Demokratie braucht beides: Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren, aber auch Menschen, die bereit sind, in den demokratischen Institutionen politische Verantwortung zu übernehmen und Politik zu ihrem Beruf zu machen.“

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