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Verdacht der Steuerhinterziehung : SPD voller Genugtuung über Selbstanzeige von Hoeneß

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Soll sich selbst angezeigt haben: Uli Hoeneß Bild: dpa

SPD-Politiker haben sich mit Genugtuung zur Selbstanzeige des Präsidenten von Bayern München Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung geäußert. Der Fall zeige, dass es richtig gewesen sei, das Steuerabkommen mit der Schweiz abzulehnen, sagte ein SPD-Sprecher der F.A.S.

          SPD-Politiker haben sich mit Genugtuung zur Selbstanzeige des Präsidenten von Bayern München Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung geäußert. „Es zeigt sich, dass es richtig war, das Steuerabkommen mit der Schweiz abzulehnen. In Zukunft müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um Steuerhinterziehung zu bekämpfen“, sagte der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Carsten Schneider der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.).

          Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag Markus Rinderspacher sagte der F.A.S., die Regierung Merkel habe deutsche Steuerbetrüger regelrecht ermutigt, „beim Schweizer Steuerabkommen auf Persilschein mit Kuschelaroma zu bauen“.  Dieser „Weichspülerkurs“ sei nun ein weiteres Mal entlarvt worden.

          Hoeneß hatte sich laut einem Vorabbericht des „Focus“ wegen eines Kontos in der Schweiz im Januar selbst beim Finanzamt angezeigt.  Hoeneß sagte der Zeitschrift, er habe die  Angelegenheit ursprünglich über das von der Bundesregierung aus Union und FDP angepeilte Deutsch-Schweizer Steuerabkommen regeln lassen wollen, das „dann bekanntlich Mitte Dezember 2012 nicht zustande gekommen“ sei. SPD und Grüne hatten das Abkommen im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat zu Fall gebracht.

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