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Digitalisierung an Schulen : Das surfende Klassenzimmer

  • -Aktualisiert am

Tablets statt Bücher: Das dürfte kaum die Lösung für die Digitalisierung sein. Bild: Picture-Alliance

Die digitale Schule wird unter jetzigen Bedingungen eine Illusion bleiben – mit ernsthaften Verbesserungen des Lernens ist überhaupt nicht zu rechnen.

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          Geht es nach den Vorstellungen der neuen Staatsministerin im Kanzleramt für Digitales, Dorothee Bär (CSU), dann wird das Erlernen des Programmierens im Unterricht der Grundschule ebenso viel Raum einnehmen wie der Schriftspracherwerb und die Mathematik; Informatikunterricht in der Grundschule als gelingende Vorbereitung auf die digitalisierte Welt. Politisch zieht sich dieser „Hype“ der Digitalisierung schulischer Bildung durch alle Parteien, die Bundesregierung und die 16 Länder, die ihre Ideen für die Weiterentwicklung von Schule und Unterricht im Strategiepapier der Kultusministerkonferenz (KMK) „Bildung in der digitalen Welt“ zusammengefasst haben. Im Koalitionsvertrag der großen Koalition im Bund heißt es: „Deshalb werden wir unsere Schulen im Rahmen des gemeinsamen Digitalpaktes Schule von Bund und Ländern so ausstatten, dass die Schülerinnen und Schüler in allen Fächern und Lernbereichen eine digitale Lernumgebung nutzen können, um die notwendigen Kompetenzen in der digitalen Welt zu erwerben... Der Bund stellt für diese Aufgaben fünf Milliarden Euro in fünf Jahren zur Verfügung, davon 3,5 Milliarden Euro in dieser Legislaturperiode...“

          Unbestritten ist, dass sich der Digitalisierungsprozess überall immens beschleunigt hat und zukünftig gesellschaftliche und berufliche Teilhabe ohne den kompetenten Umgang mit digitalen Medien kaum mehr möglich sein wird. Unbestritten ist auch, dass vertiefte Computer- und informationstechnologische Kompetenzen neben dem Lesen, der Mathematik und den Naturwissenschaften eine zentrale vierte Kulturtechnik darstellen. Unbestritten ist schließlich, dass Schule auf diesen Modernisierungsprozess irgendwann und irgendwie reagieren muss. Das oben erwähnte KMK-Strategiepapier identifiziert dazu auch Handlungsfelder. Allerdings ist eine ernstzunehmende, an der Realität von Schule andockende Strategie mit klaren Planungsschritten, wie genau Lehrplankommissionen, Schulleitungen, Unterrichtsplanungen sowie damit verbunden die Lehreraus- und -weiterbildung auf die Digitalisierung reagieren müssen, nicht in Sicht.

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