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Urteil : NPD-Politiker Pastörs zu Bewährungsstrafe verurteilt

  • Aktualisiert am

Der NPD-Politiker Udo Pastörs hinter der Anklagebank im Amtsgericht Schwerin. Bild: dpa

Udo Pastörs, der stellvertretende NPD-Bundesvorsitzende, wurde zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Er hat während einer Landtagsrede Opfer der Nazi-Diktatur verunglimpft.

          Udo Pastörs, der Fraktionsvorsitzende der NPD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, ist vom Amtsgericht Schwerin wegen Verunglimpfung und Verleumdung zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Das Gericht folgte damit der Forderung der Staatsanwaltschaft. Pastörs habe in einer Rede im Januar 2010 vor dem Landtag die Judenvernichtung indirekt geleugnet und so die Opfer des Nazi-Regimes verächtlich gemacht.

          Verteidigt worden war Pastörs von seinem Fraktionskollegen Michael Andrejewski, der auf Freispruch plädiert hatte. Bereits im Oktober 2010 war Pastörs vom Landgericht in Saarbrücken, wo er auf einer Parteiveranstaltung gesprochen hatte, wegen Volksverhetzung zu zehn Monaten Haft auf Bewährung und zur Zahlung von 6000 Euro verurteilt worden. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

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