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Urteil gegen Abu Walaa : Dschihadismus auf dem Rückzug

In der Hochphase der Salafisten verteilten junge Extremisten Koran-Exemplare in deutschen Fußgängerzonen, wie hier 2012 in Hannover. Bild: dpa

Aus Angst vor dem nächsten Einzeltäter spricht es kaum jemand laut aus – aber der Kampf gegen den islamistischen Terror in Deutschland ist ein Erfolg.

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          Es werden nirgendwo die Sektkorken geknallt haben, nachdem am Mittwochmorgen in Celle das Urteil gegen Abu Walaa gesprochen wurde. In einem aufwendigen Verfahren hat die Bundesanwaltschaft dem mutmaßlichen Statthalter des „Islamischen Staats“ (IS) in Deutschland und seinen Helfern über mehr als drei Jahre den Prozess gemacht. Mühsame Kleinstarbeit, mit der die Justiz einige der wichtigsten Führungsfiguren der Islamisten aus dem Verkehr ziehen konnte.

          Dass nicht gefeiert wird, hat gute Gründe. Jeden Tag kann der nächste Einzeltäter irgendwo im Land zum Messer greifen und eine Bluttat verüben. Kein Politiker und kein Terrorismusfachmann will öffentlich als der dastehen, der voreilig den Sieg verkündet hat und die Gefahr unterschätzte. Trotzdem ist es an der Zeit, den deutschen Kampf gegen den islamistischen Terror als das zu bezeichnen, was er ist: ein Erfolg.

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