https://www.faz.net/-gpf-9fsto

Einsatz externer Berater : Von der Leyen gesteht Fehler ein

  • Aktualisiert am

Gesteht Fehler ein: Ursula von der Leyen Bild: Reuters

Das Verteidigungsministerium soll jahrelang inkorrekterweise Aufträge an externe Berater vergeben haben. Die Ministerin verspricht Abhilfe: „Da müssen wir ran“, sagt sie.

          Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat in der Affäre um den Einsatz externer IT-Berater ihres Ministeriums Fehler eingeräumt. „Die Art und Weise, wie die Beratungsleistungen abgerufen worden sind, war in Teilen nicht in Ordnung. Da müssen wir ran“, sagte von der Leyen dem Magazin „Stern“.

          Als Konsequenz kündigte die Verteidigungsministerin an, eine zentrale Vergabestelle einzurichten und auch die Fachaufsicht über nachgeordnete Ämter zu stärken, weil dort ein Großteil der Vergaben läuft.

          Der Bundesrechnungshof hatte Mängel bei der Vergabe von Beraterverträgen moniert. Nun stehen alle Verträge mit externen Unternehmensberatern der vergangenen Jahre auf dem Prüfstand, dabei geht es dem Bericht zufolge um Budgets in zwei-, womöglich sogar dreistelliger Millionenhöhe aus einem Rahmenvertrag des Bundes. Zudem prüft die Berliner Staatsanwaltschaft nach einer Strafanzeige, ob es einen Anfangsverdacht auf Scheinselbstständigkeit gibt.

          Von der Leyen sagte dem „Stern“ allerdings auch, dass die Bundeswehr auch in Zukunft gerade im IT-Bereich auf Fachwissen von außen angewiesen sei. Zudem wies die Ministerin Vorwürfe gegen ihre ehemalige Staatssekretärin Katrin Suder im Zusammenhang mit der Beauftragung der Berater zurück. „Frau Suder hat sich um der Sache willen in den Dienst des Landes gestellt und mit großem persönlichem Einsatz systematisch Transparenz geschaffen und die Modernisierung vorangetrieben.“

          Weitere Themen

          Donald Trump geht aufs Ganze

          Nationaler Notstand : Donald Trump geht aufs Ganze

          Der amerikanische Präsident umgeht mit der Erklärung des nationalen Notstandes das Haushaltsrecht des Kongresses. Nicht nur die Demokraten sehen die Verfassung in Gefahr.

          Licht in die Berateraffäre bringen Video-Seite öffnen

          Untersuchungsausschuss : Licht in die Berateraffäre bringen

          Das Gremium des Bundestages soll mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Beraterverträgen im Verteidigungsministerium unter Ministerin Ursula von der Leyen prüfen. Es seien viele Fragen offen, sagt Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die im Ausschuss sitzt.

          Topmeldungen

          Münchner Sicherheitskonferenz : Beten könnt ihr später

          Bei der Münchner Sicherheitskonferenz wird deutlich, wie schlecht es um die internationale Zusammenarbeit steht: Dieses Mal werden nicht alte Freundschaften aufgewärmt, sondern Vereisungen sichtbar.

          Nationaler Notstand : Donald Trump geht aufs Ganze

          Der amerikanische Präsident umgeht mit der Erklärung des nationalen Notstandes das Haushaltsrecht des Kongresses. Nicht nur die Demokraten sehen die Verfassung in Gefahr.
          Wie im Film: Anthony Modeste gibt sein Comeback beim 1. FC Köln und ist prompt vor dem Tor erfolgreich.

          Zweite Liga : Das fast märchenhafte Comeback des Anthony Modeste

          Titelkampf, Tränen, Traumtore: Das Duell zwischen Köln und Paderborn beinhaltet alles, was der Fußball zu bieten hat. Dabei kommt es zu einer ganz besonderen Szene. Und das Ergebnis stellt alles auf den Kopf.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.