https://www.faz.net/-gpf-adwjt
Jasper von Altenbockum (kum.)

Mehr Klimaschutz : Schneller – aber wie?

In Ahrbrück an der Ahr in Rheinland-Pfalz Bild: dpa

Die klimapolitische Instrumentalisierung der Katastrophe hat schon begonnen: Es soll alles viel, viel schneller gehen. Eine auf Schnelligkeit getrimmte Klimaschutzpolitik hat aber nicht zu pragmatischen Lösungen geführt.

          3 Min.

          Es liegt sicher nicht im Interesse der Betroffenen, dass über politische Konsequenzen einer Katastrophe schon geredet wird, bevor die Opfer geborgen sind und der erste Schrecken gewichen ist. Es wäre aber naiv zu glauben, eine Naturkatastrophe wie die jetzt über Deutschland hereingebrochene lasse sich aus einem Bundestagswahlkampf heraushalten oder sei vor Instrumentalisierung sicher. Die hat längst begonnen, auch wenn sich ihre Betreiber alle Mühe geben, sich unter dem Deckmantel „Klima“ den Anstrich mitfühlender Fürsorge zu geben.

          Die ersten Rücktritte werden schon gefordert, angebliche Inkompetenzen gegeißelt, Versäumnisse kritisiert und Schuld zugewiesen. Wer nicht bereit ist, die Katastrophe als ultimativen Wendepunkt zu begreifen, hat schlechte Karten. Konsens scheint zu sein: Es muss nun alles noch viel, viel schneller gehen mit dem Klimaschutz.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Am 17. Juli in Erftstadt: Armin Laschet ist lachend zu sehen, während Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein Pressestatement gibt.

          Laschet und die Flut : Das Lachen des Landesvaters

          Als das Wasser kam, wollte der Kanzlerkandidat der Union helfen, zuhören – und vielleicht auch Wahlkampf treiben. Dann wuchs der Druck und alles kam anders.