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Universitäten im Lockdown : Sehnsucht nach dem vollen Hörsaal

Hochschulleere: Geschlossener Hörsaal in der Universität Mannheim Bild: dpa

Während andere Öffnungsdebatten führen, ist es um die Universitäten in der Corona-Krise seltsam still. Doch einen dauerhaften Online-Lehrbetrieb wollen weder Professoren noch Studenten.

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          Während Schulen und Kindergärten allmählich und mit geteilten Gruppen zum Regelbetrieb zurückkehren, ist es um die Universitäten und Hochschulen seltsam still. Das Sommersemester findet weiter digital statt – das gilt auch für Prüfungen. Nur vereinzelt gibt es Seminare in kleinen Gruppen oder auch Prüfungen. Obwohl einige Länder die Präsenzlehre wieder erlaubt haben, zögern die Hochschulen. Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) Peter-André Alt verweist darauf, dass „Präsenz- und Online-Betrieb nicht beliebig und kurzfristig gegeneinander ausgetauscht werden können“, man also Vorlauf brauche.

          Heike Schmoll
          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          „Wir machen das Management der digitalen Lehre aus Verantwortungsbewusstsein, weil wir große Sorge vor Ansteckungen haben.“ Die Verkehrswege im Massenbetrieb böten viele Ansteckungsmöglichkeiten, warnt Alt, der nichts versprechen will, was dann nicht eingehalten werden kann. Ansteckungen seien vor allem in Mensen, Bibliotheken und den großen Gängen der Universitätsgebäude oder in Vorlesungsräumen mit 300 bis 400 Leuten möglich. Einige Universitäten wollen zumindest den Erstsemestern wieder Präsenzlehre anbieten. Allerdings könnten die großen Vorlesungen im Wintersemester wohl auch online stattfinden, doch ein Dauerzustand ist das nicht.

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