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Schulz im Schanzenviertel : „Martin, hau ab!“

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Begutachtet kaputte Scheiben: Martin Schulz am Donnerstag in Hamburg Bild: EPA

Knapp eine Woche nach den Ausschreitungen beim G-20-Gipfel, besucht der SPD-Spitzenkandidat die Hansestadt. Doch Martin Schulz wird nicht überall freundlich empfangen.

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          SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz ist am Donnerstag im Hamburger Schanzenviertel von Polizisten und Geschäftsleuten freundlich empfangen worden. Schnell folgte dem Politiker in Begleitung zahlreicher Journalisten aber auch eine Gruppe junger Männer, die ihm zuriefen: „Martin, hau ab!“ und „Verpisst euch!“. Auf die Frage eines Journalisten, wie er auf die Anfeindungen reagiere, sagte der Kanzlerkandidat: „Es überrascht mich nicht, dass Leute dieser Art mich nicht mögen.“

          Bei seinem Rundgang konnte Schulz noch kaputte Schaufensterscheiben und Parolen der Anti-G20-Proteste vom vergangenen Wochenende sehen. „Nein, wir haben kein Verständnis – No OSZE! No G20!“, war an einem Haus in der Schanzenstraße zu lesen. Daneben stand: „Rechtsfreie Zone?!“

          Kein Ton über die Rote Flora

          Der Politiker, der gegen Merkel im Bundestagswahlkampf antritt, lobte die differenzierte Sichtweise von Anwohnern und Polizisten. „Ich würde mir wünschen, dass eine so rationale, durchaus emotionale, auf Verständigung und Dialog ausgerichtete Form der Aufarbeitung würde bundesweit stattfinden“, sagte Schulz. Mit geschädigten Geschäftsleuten und Polizeibeamten sprach er an einem Bürger-Informationsstand. Die Beamten hätten auch Leute „aus einem Milieu, das im Moment ganz schön unter Diskussionsdruck öffentlicher Art steht“, in Schutz genommen.

          Schulz dankte der Polizei für ihren Einsatz und fügte hinzu: „Ich stelle auch fest, dass wir jetzt mehrere Millionen Polizeipräsidentinnen und Polizeipräsidenten in Deutschland haben, die alles besser wissen.“ Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) habe am Mittwoch mit seiner Regierungserklärung in der Bürgerschaft zur Versachlichung der Debatte beigetragen. Zur Diskussion um die Räumung des linksautonomen Zentrums Rote Flora wollte sich Schulz nicht äußern. Diese Debatte müsse von der Bürgerschaft geführt werden. Zunächst müssten die Hamburger überlegen, wie sie den innerstädtischen Zusammenhalt stabilisierten.

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