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Unabhängige Moscheeverbände : Ein Teilzeit-Modell für Imame

  • -Aktualisiert am

Der Innenraum der Ditib-Merkez-Moschee. Bild: Marcel Kusch/dpa

Bislang nutzt der türkische Staat seine Imame oft zur politischen Einflussnahme in Deutschland. Doch der Druck auf muslimischen Gemeinden wächst, sich endlich unabhängig zu machen. Ein Vorschlag aus Niedersachsen könnte dabei helfen.

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          Jetzt soll es eine Moscheesteuer richten. Ähnlich wie die Kirchensteuer soll sie für muslimische Gemeinden erhoben werden. Das soll die Gemeinden von ausländischen Sponsoren unabhängig machen. Politiker von der Union bis zu den Grünen sind dafür. Eine solche Steuer wird es aber in Deutschland so bald nicht geben.

          Denn nach dem Grundgesetz kann eine „Religionsgesellschaft“ nur dann Steuern erheben, wenn sie Körperschaft des öffentlichen Rechts ist. Die meisten islamischen Verbände sind aber noch nicht einmal als Religionsgemeinschaften anerkannt. Das liegt daran, dass ihnen die politische Unabhängigkeit fehlt. Sie werden aus dem Ausland geführt, wie zum Beispiel der Moscheeverband Ditib, der eng an die türkische Religionsbehörde Diyanet gebunden ist. Oder schiitische Gemeinden, die von Iran gesteuert werden.

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