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Umfrage zum CDU-Vorsitzenden : 41 Prozent halten Laschet für eine gute Wahl

  • Aktualisiert am

Armin Laschet hat die digitale Vorwahl gewonnen. Bild: EPA

Dem neuen CDU-Vorsitzenden Armin Laschet trauen sehr viele zu, dass er die Partei „zusammenhalten und zusammenführen“ kann. Klarer Favorit für das Amt des Bundeskanzlers bleibt aber ein anderer Unionspolitiker.

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          Der am Wochenende gewählte CDU-Vorsitzende Armin Laschet findet laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Fernsehsenders RTL viel Zustimmung in der Bevölkerung. 41 Prozent halten die Entscheidung für Laschet für eine gute Wahl, wie Forsa am Montag mitteilte. Wichtigstes Argument für Laschet sei dessen Integrationsfähigkeit. 56 Prozent der Wahlberechtigten sind demnach davon überzeugt, dass Laschet „die verschiedenen Lager in der CDU zusammenhalten und zusammenführen“ kann.

          Unter CDU-Anhängern ist der Glaube an Laschets einende Kraft noch größer: 71 Prozent halten ihn für fähig, die Partei zusammenzuführen. Von seinem Konkurrenten Friedrich Merz glauben das lediglich 17 Prozent.

          Dass Merz sich nach der verlorenen Wahl zum CDU-Vorsitzenden selbst für das Amt des Wirtschaftsministers ins Spiel brachte, kam bei den Wahlberechtigten laut der Umfrage nicht gut an. 70 Prozent der Befragten hielten es für richtig, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (ebenfalls CDU) Merzens Ansuchen ablehnte.

          Söder bleibt klarer Favorit

          Obwohl Laschet viel Unterstützung findet, bleibt Markus Söder (CSU) klarer Favorit für die Kanzlerkandidatur. Für 36 Prozent der Wahlberechtigten ist Söder der Favorit als gemeinsamer Kanzlerkandidat der Unionsparteien. 21 Prozent würden lieber Laschet als Spitzenkandidaten sehen. Selbst bei den CDU-Anhängern plädieren 51 Prozent für Söder, für Laschet sprechen sich lediglich 25 Prozent von ihnen aus.

          Bei der Befragung am Wochenende wurden auch die Parteipräferenzen erfragt. Das Ergebnis zeige, dass die Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden an den Wahlabsichten der Bundesbürger nichts geändert habe, teilte Forsa mit. Die Union kommt wie im RTL/ntv-Trendbarometer vom 11. bis 15. Januar auf 35 Prozent und bleibt mit Abstand stärkste politische Kraft. Die FDP hat sich am Wochenende um einen Prozentpunkt verbessert (auf sieben Prozent), die Grünen haben einen Prozentpunkt verloren (auf 19 Prozent) Bei allen anderen Parteien gab es keine Veränderung gegenüber dem Trendbarometer, so dass die SPD bei 15 Prozent bleibt, die Linke bei acht und die AfD bei neun.

          Die Daten beruhen auf einer Blitzumfrage von Forsa nach der Wahl des CDU-Vorsitzenden am 16. und 17. Januar. Befragt wurden 2014 Wahlberechtigte. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Prozentpunkten. Die Daten des Trendbarometers wurden im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 11. bis 15. Januar unter 2504 Befragten erhoben.

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