https://www.faz.net/-gpf-73hv5

Umfrage zur Bundestagswahl : SPD erreicht mit Steinbrück die 30-Prozent-Marke

  • Aktualisiert am

Mit Peer Steinbrück als Kanzlerkandidaten erreichen die Sozialdemokraten wieder die 30-Prozent-Marke. Bild: dpa

Erstmals seit fast sechs Jahren erreichen die Sozialdemokraten bei einer Umfrage zur Bundestagswahl wieder die 30-Prozent-Marke. Doch auch die Christdemokraten gewinnen an Stimmen.

          1 Min.

          Die SPD hat das erste Mal seit November 2006 in einer Umfrage zur Bundestagswahl die 30-Prozent-Marke erreicht. Die Sozialdemokraten haben trotz der Debatte um die Nebeneinkünfte ihres Kanzlerkandidaten Peer Steinbrücks in der aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa einen Prozentpunkt gewonnen. Ebenso legt die CDU in der Umfrage im Auftrag des „Sterns“ und RTL um einen Prozentpunkt zu. 36 Prozent der Wähler würden demnach gegenwärtig für die Christdemokraten bei der Bundestagswahl stimmen.

          Der Stimmenzuwachs der beiden Volksparteien geht zu Lasten der Linkspartei und Piratenpartei. Beide Parteien verloren verglichen zur vorherigen Forsa-Umfrage, die am 2. Oktober veröffentlicht wurde, um einen Prozentpunkt. Für die Linkspartei würden aktuell 7 Prozent stimmen, für die Piratenpartei 6 Prozent. Die FDP verharrt weiterhin auf 4 Prozent. Die Grünen bekommen seit Mitte September 12 Prozent.

          Merkel ist weiterhin beliebter als Steinbrück

          Auch Steinbrück selbst gewinnt an Zustimmung. 35 Prozent der Bürger wünschen sich den ehemaligen Finanzminister als Kanzler, das ist ein Prozentpunkt mehr als zuvor. Damit liegt er elf Prozentpunkte hinter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die 46 Prozent Zustimmung bekommt. „Steinbrück bündelt die Kräfte. Und er mobilisiert Nichtwähler“, sagte Forsa-Geschäftsführer Manfred Güllner im „Stern“. Ihr Anteil sei von 32 auf 28 Prozent gesunken.

          Laut einer weiteren Umfrage der Zeitschrift glaubt knapp die Hälfte (47 Prozent) der Deutschen nicht, dass Steinbrück die volle Unterstützung seiner Partei hat. Unter den SPD-Wählern glauben 56 Prozent an den bedingungslosen Rückhalt für Steinbrück.

          Weitere Themen

          Friedrich Merz ist Direktkandidat der CDU Video-Seite öffnen

          Die Kanzlerfrage : Friedrich Merz ist Direktkandidat der CDU

          CDU im Hochsauerlandkreis schickt Merz als Direktkandidaten ins Rennen. Merz hatte in seiner Bewerbungsrede zuvor scharfe Kritik am Zustand der CDU geäußert, die ihren „Kompass“ verloren habe.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.