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Umfrage zur Landtagswahl : CDU liegt in Bremen knapp vor der SPD

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Die Bremer Stadtmusikanten auf dem Marktplatz in Bremen Bild: dpa

Seit mehr als 70 Jahren stellt die SPD in der Hansestadt den Bürgermeister. Die Serie droht am 26. Mai zu enden. Und das, obwohl die meisten Bremer den Amtsinhaber gerne behalten würden.

          Kurz vor der Landtagswahl in Bremen liegt die CDU nach einer Umfrage weiter knapp vor der regierenden SPD. Nach dem ZDF-Politbarometer käme die CDU auf 26 Prozent und die SPD auf 24,5 Prozent, wenn am nächsten Sonntag gewählt werden würde. Die Grünen hätten demnach ein Ergebnis von 18 Prozent, die Linke zwölf Prozent, die AfD 8 Prozent, die FDP 5,5 Prozent und die Wählervereinigung  Bürger in Wut (BIW) 3 Prozent.

          Für die SPD wäre ein solches Ergebnis ein harter Schlag, denn die Partei stellt dort seit mehr als 70 Jahren den Regierungschef. Nach den Ergebnissen der Umfrage hätte eine Koalition aus SPD und Grünen keine Mehrheit mehr. Als Zweierbündnis wäre eine große Koalition aber möglich. Im kleinsten Bundesland wird am 26. Mai eine neue Bürgerschaft gewählt. Bei der vergangenen Landtagswahl im Jahr 2015 erhielt die SPD 32,8 Prozent, die CDU 22,4 Prozent, die Grünen 15,1 Prozent, die Linke 9,5 Prozent, die FDP 6,6 Prozent, die AfD 5,5 Prozent und die BIW 3,2 Prozent.

          Obwohl die SPD nach der Umfrage keine Mehrheit mehr hat, wünschen sich mehr Menschen den derzeitigen Regierungschef Carsten Sieling (SPD) als Bürgermeister als den CDU-Spitzenkandidaten und Politik-Quereinsteiger Carsten Meyer-Heder. Bei der Frage, wen man lieber als Bürgermeister hätte, erreicht der Amtsinhaber 42 Prozent, sein Herausforderer von der CDU 29 Prozent. Zehn Prozent der Befragten wollten keinen von beiden, 19 Prozent konnten sich nicht entscheiden oder kannten die Politiker nicht.

          Bei der Frage „Was halten sie von ...“ erreichte Sieling auf der Skala von plus fünf bis minus fünf einen Durchschnittswert von 0,8. Das ist deutlich weniger als der vorangegangene SPD-Spitzenkandidat Jens Böhrnsen. Vor der Wahl im Jahr 2015 erhielt dieser den Durchschnittswert 1,9. Wegen des schlechten Ergebnisses seiner Partei trat er nach der Wahl zurück und übergab das Amt an Sieling. Der CDU-Kandidat Meyer-Heder erhielt mit 0,6 einen deutlich besseren Wert als die frühere CDU-Spitzenkandidatin Elisabeth Motschmann mit -0,4.

          Bei der Frage nach der Wunschkoalition erhält Rot-Grün die größte Zustimmung (gut: 43 Prozent, schlecht: 42 Prozent). Bei allen anderen möglichen Koalitionen war die Ablehnung größer als die Zustimmung. So fänden nur 35 Prozent eine Koalition aus SPD, Grünen und Linke gut, 49 Prozent fänden sie schlecht.

          Eine CDU-geführte Koalition mit der SPD fänden 33 Prozent gut und 52 Prozent schlecht. Auch eine SPD-geführte Koalition mit der CDU hält die Mehrheit für schlecht. (gut: 29 Prozent, schlecht: 55 Prozent). Auf große Ablehnung stößt eine Regierung aus SPD, Grünen und FDP (gut: 16 Prozent, schlecht: 61 Prozent). Nach einer Koalition aus CDU, Grünen und FDP wurde nicht gefragt.

          Für die Erhebung hat die Mannheimer Forschungsgruppe „Wahlen“ zwischen dem 13. und 15. Mai Interviews mit mehr als 1000 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten im Land Bremen geführt. Dem ZDF zufolge ist die Befragung repräsentativ für die dortige wahlberechtigte Bevölkerung. Sie gebe ein Stimmungsbild wieder und stelle keine Prognose für den Wahlausgang dar.

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