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Umfrage zum Verfassungstag Deutsche schätzen das Grundgesetz

Vor fast genau 65 Jahren, am 23. Mai 1949, trat das Grundgesetz als Verfassung der Bundesrepublik Deutschland in Kraft. Nach zwei Diktaturen haben die Deutschen die dort verbrieften demokratischen Grundrechte zu schätzen gelernt.

65 Jahre Grundgesetz:: Am 23. Mai 1949 trat in der Bundesrepublik Deutschland das Grundgesetz in Kraft
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65 Jahre Grundgesetz:: Am 23. Mai 1949 trat in der Bundesrepublik Deutschland das Grundgesetz in Kraft

Rund 60 Prozent der Bundesbürger halten das Grundgesetz und die darin festgeschriebenen Menschenrechte für eine der größten Errungenschaften der Bundesrepublik. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach zum 65. Jahrestag des Inkrafttreten des Grundgesetzes am 23. Mai hervor. Was als Provisorium gedacht war, habe sich inzwischen als Verfassung bewährt, folgern die Meinungsforscher.

Das wichtigste Grundrecht ist für die Befragten die Unantastbarkeit der Menschenwürde. Diese zählten 86 Prozent der Befragten zu den zehn wichtigsten Grundrechten. Es folgen die freie Meinungsäußerung (77 Prozent) und die Gleichberechtigung von Männern und Frauen. Diese wird von Frauen zu 76 Prozent und von Männern zu 62 Prozent (Durchschnitt 69 Prozent) zu den zehn wichtigsten Grundrechte gezählt.

Großes Vertrauen haben der Studie zufolge 91 Prozent der Bürger in das Grundgesetz und 86 Prozent auch in das Bundesverfassungsgericht. Es folgen der Bundespräsident mit 75 Prozent und Bundesrat und Bundestag mit jeweils 58 Prozent. Die Europäische Kommission und die Parteien landen mit 29 und 23 Prozent auf den hinteren Plätzen.