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Umfrage : Vertrauen in deutsche Politik stark gewachsen

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Niemandem vertrauen die Deutschen stärker: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 8. Mai während seiner Rede zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945. Bild: AFP

Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen zum Trotz: Eine große Mehrheit der Bundesbürger vertraut in der Pandemie auf die politischen Institutionen. Ganz vorn: Der Bundespräsident und die Kanzlerin.

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          In der Corona-Krise ist das Vertrauen der Deutschen zu den politischen Institutionen gewachsen. Im aktuellen Institutionen-Ranking von RTL und ntv bringen die Bundesbürger wie schon seit Jahren dem Bundespräsidenten das größte Vertrauen entgegen: 76 Prozent haben „großes oder sehr großes Vertrauen“ zu dem von Frank-Walter Steinmeier geführten Amt – das sind drei Prozentpunkte mehr als am Anfang des Jahres.

          Mit einem Zuwachs von 22 Prozentpunkten gegenüber dem Jahresanfang liegt die Bundeskanzlerin laut der Forsa-Umfrage auf Platz 2 des Rankings (mit 72 Prozent). Den größten Vertrauensschub während der Krisen-Monate verzeichnet mit 26 Prozentpunkten die Bundesregierung. Sie kommt mit 60 Prozent auf Platz 3.

          Zu allen politischen Institutionen in Deutschland ist das Vertrauen in der Krise um mindestens 9 Prozentpunkte gewachsen. Mehr als die Hälfte der Deutschen vertrauen ihren Bürgermeistern und Oberbürgermeistern sowie den jeweiligen Landesregierungen (je 58 Prozent), den Gemeindevertretungen (57 Prozent), Stadtverwaltungen (56 Prozent) und dem Bundestag (54 Prozent). Auch der Sympathiewert der politischen Parteien, die in dem Institutionen-Ranking nie über den letzten Platz hinauskommen, ist um neun Prozentpunkte hochgegangen, auf 25 Prozent.

          Lediglich die Europäische Union hat im Krisen-Management an Zuspruch verloren, auf aktuell 37 Prozent. Das sind drei Prozentpunkte weniger als vor der Krise; die EU rangiert auf dem vorletzten Platz.

          Hinweis der Redaktion: In der Meldung der Nachrichtenagentur KNA, auf der dieser Beitrag beruht, fehlten Angaben zur Anzahl der Befragten und der Repräsentativität der Umfrage. Zu ihren Parteipräferenzen hat das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 11. bis zum 15. Mai 2020 insgesamt 2.509 Personen befragt, zum Vertrauen in politische Institutionen 4.023 Personen im Zeitraum 5. bis 14. Mai 2020. Die statistische Fehlertoleranz beträgt nach Forsa-Angaben +/- 2,5 Prozentpunkte.

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