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„Sonntagstrend“ : Union fällt in Umfrage auf Rekordtief

  • Aktualisiert am

CDU-Chefin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer Bild: AP

Schlechte Nachrichten für die Union am Wahlsonntag in Bayern. Sie verliert in der Wählergunst abermals an Zustimmung und kommt laut einer Umfrage auf einen historisch schlechten Wert. Hessens Ministerpräsident sieht die CSU in der Verantwortung.

          Die Union ist im „Sonntagstrend“ des Meinungsforschungsinstituts Emnid auf ein Rekordtief von 26 Prozent abgesackt. Dies ist laut der „Bild am Sonntag“ ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche und der niedrigste je gemessene Wert in der Umfrage für CDU und CSU.

          Platz zwei muss sich die SPD, die unverändert bei 17 Prozent steht, mit den Grünen teilen: Diese legten einen Punkt zu und erreichten ebenfalls 17 Prozent – ihren höchsten Wert seit sieben Jahren. Die AfD verlor in der Umfrage einen Zähler und landete bei 15 Prozent. Die Linke legte einen Prozentpunkt zu und kam auf elf Prozent. Die FDP kommt unverändert auf neun Prozent.

          Für den „Sonntagstrend“ befragte Emnid zwischen dem 4. und 10. Oktober insgesamt 1899 repräsentativ ausgewählte Bürger.

          Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier gibt der CSU die Schuld an den schlechten Umfragewerten. „Die CSU war leider in den letzten Monaten für das Ansehen der Union insgesamt nicht besonders hilfreich“, sagte der CDU-Politiker der „Welt am Sonntag“. „Die CSU hat die Union in der letzten Zeit viel Vertrauen gekostet. Man kann nicht über Monate den Eindruck erwecken, dass vieles durcheinander geht und die Regierung nicht handlungsfähig ist, und dann erwarten, dass die Leute der Union vertrauen.“

          Auch die vor allem von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) geführte Debatte über die Zurückweisung von Migranten an der Grenze hält Bouffier für überflüssig. „Wer die Backen aufbläst und den Leuten erzählt, jetzt alles zu lösen, und am Ende gelingt die Zurückweisung von nur einer Handvoll Migranten im Monat, der macht sich unglaubwürdig“, sagte er. In Bayern wird am Sonntag ein neuer Landtag gewählt. Die allein regierende CSU steht dort Umfragen zufolge vor einem historischen Absturz in der Wählergunst.

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