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Umfrage : Mehrheit wünscht sich Austritt von Höcke aus AfD

  • Aktualisiert am

Björn Höcke im thüringischen Landtag neben dem Abgeordneten Stefan Möller Bild: dpa

Die umstrittenen Äußerungen des Thüringer AfD-Politiker sorgen für Ablehnung in der Bevölkerung. Laut einer Umfrage wünscht sich eine Mehrheit eine Sanktionierung. Die gleiche Umfrage zeigt Verluste für die CDU/CSU.

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          Nach den Äußerungen des AfD-Funktionärs Björn Höcke über das Berliner Holocaust-Mahnmal ist einer Umfrage zufolge die Mehrheit der Deutschen für seinen Ausschluss aus der Partei. Diesen Schritt würden 61 Prozent befürworten, ergab eine Emnid-Umfrage für die „Bild am Sonntag“. 23 Prozent insgesamt und 14 Prozent im Osten seien dagegen.

          Höcke, der AfD-Landes- und Fraktionsvorsitzender in Thüringen ist, hatte auf einer Veranstaltung mit Verweis auf das Mahnmal gesagt: „Wir Deutschen ... sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“ Seine Rede löste Empörung aus.

          CDU und CSU verlieren laut einer Umfrage in der Wählergunst. Wie das Meinungsforschungsinstitut Emnid für die „Bild am Sonntag“ erhob, büßt die Union im Vergleich zur Vorwoche erneut einen Zähler ein. Die Union erreicht jetzt 36 Prozent, die SPD wie in der Vorwoche 21 Prozent. Die Linke legt um einen Punkt auf elf Prozent zu. Einen Zähler geben die Grünen ab, die damit auf neun Prozent kommen. Die FDP erreicht erneut sechs Prozent, die AfD verharrt bei zwölf Prozent. Für den Sonntagstrend befragte Emnid zwischen dem 12. und 18. Januar 2805 repräsentativ ausgewählte Personen. Zuletzt erreichte die CDU/CSU 38 Prozent, bzw. 37 Prozent in Umfragen von Forsa (18. Januar) und Infratest Dimap (5. Januar).

          SPD in NRW gewinnt hinzu

          Eine ebenfalls von Emnid durchgeführte Umfrage zeigt die SPD in Nordrhein-Westfalen deutlich vorn. Die Partei würde danach 32 Prozent erreichen, wenn an diesem Sonntag Wahl in NRW wäre. Das ist zwar im Vergleich zur letzten Landtagswahl 2012 ein Verlust von sieben Prozent, aber die SPD läge immer noch deutlich vor der CDU. Diese erreicht in der Umfrage 30 Prozent, was deutlich über dem Abschneiden beim letzten Mal ist (26,3 Prozent).

          Grüne und AfD kommen auf jeweils zehn Prozent, die FDP auf acht Prozent, und auch die Linke wäre mit sieben Prozent im neuen Landtag vertreten. Damit wäre in Düsseldorf rechnerisch eine große Koalition möglich ebenso wie Rot-Rot-Grün oder ein Ampel-Bündnis. Emnid befragte vom 19. Dezember bis zum 18. Januar 1070 Bürger aus NRW.

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