https://www.faz.net/-gpf-976l5

Umfrage : Mehrheit will Gabriel als Außenminister behalten

  • Aktualisiert am

Die Mehrheit der Deutschen wollen Sigmar Gabriel (SPD) als Außenminister behalten. Bild: dpa

„Auf so ein Pfund sollte nicht verzichtet werden“, sagt DGB-Chef über Gabriel. Alternative Kandidaten wie Heiko Maas oder Katarina Barley erhielten deutlich weniger Stimmen.

          1 Min.

          Eine knappe Mehrheit von 54 Prozent der Deutschen wünscht sich, dass der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel in einer möglichen neuen großen Koalition Außenminister bleibt. Das ergab eine repräsentative Umfrage von Kantar Emnid für die Zeitungen der Funke Mediengruppe.

          Die in der SPD alternativ gehandelten Kandidaten Heiko Maas und Katarina Barley landeten weit abgeschlagen: Für den geschäftsführenden Justizminister Maas sprachen sich nur 13 Prozent aus, für Barley, die zurzeit geschäftsführend das Arbeits- und das Familienministerium führt, nur sieben Prozent. Neun Prozent wollten keinen dieser Kandidaten, 17 Prozent machten keine Angaben.

          DGB-Chef will auf Gabriel nicht verzichten

          Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, riet der SPD-Spitze, Gabriel bei einer Neuauflage der großen Koalition wieder einen wichtigen Posten zu übertragen. „Ich finde, auf so ein Pfund sollte nicht verzichtet werden“, sagt er der „Berliner Zeitung“. Gabriel habe als Parteichef sehr viel getan, um SPD und Gewerkschaften wieder miteinander zu versöhnen.

          Auf die Frage, ob Gabriel Außenminister bleiben sollte, sagte der DGB-Vorsitzende: „Die SPD muss intern entscheiden, welche Funktion er übernimmt. Aber dass Sigmar Gabriel in der Politik gebraucht wird, das ist doch sehr naheliegend.“ Die SPD-Spitze will erst das Ende ihres Mitgliederentscheids über eine Neuauflage der großen Koalition abwarten, bevor sie ihre Ministerriege benennt. Die SPD kann nach der Koalitionsvereinbarung mit der Union die Ressorts Außen, Finanzen, Arbeit, Justiz, Umwelt und Familie besetzen. Gabriel werden nach seinen Attacken gegen den scheidenden SPD-Chef Martin Schulz nur noch geringe Chancen eingeräumt, obwohl er in der Bevölkerung hohes Ansehen genießt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Wohl dem, der zu Hause ein sonniges grünes Plätzchen hat. Eine Horizonterweiterung kann, mit dem richtigen Buch, auch dort stattfinden.

          Zukunft des Tourismus : Über Leben ohne Reisen

          Was passiert mit uns, wenn wir nicht reisen? Die Zukunftsforscher Horst Opaschowski und Matthias Horx über Langeweile, Horizonterweiterung und die Frage, wie unser Urlaub nach der Pandemie aussehen wird.
          BVB-Chef Hans-Joachim Watzke, hier 2018, blickt unsicheren Zeiten entgegen.

          Sorgen bei Borussia Dortmund : Dem BVB droht der Worst Case

          In der Tabelle der Fußball-Bundesliga rutscht Borussia Dortmund immer tiefer. Das könnte schwerwiegende Auswirkungen auf die Mannschaft und den gesamten Verein haben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.