https://www.faz.net/-gpf-989qv

Baden-Württemberg : Brandanschlag auf Haus mit Moschee in Ulm

  • Aktualisiert am

Rußspuren an der Hauswand und auf dem Gehweg stammen von dem Brandsatz. Bild: dpa

Offenbar ist wieder eine Moschee Ziel eines Anschlags geworden. Polizisten konnten das Feuer in einem Ulmer Wohnhaus rechtzeitig löschen.

          1 Min.

          Unbekannte haben in der Nacht zum Montag in Ulm zwei Brandsätze gegen ein Wohnhaus geworfen, in dessen Hinterhaus sich eine Moschee befindet. Das Feuer sei von einer Streifenwagenbesatzung mit dem Feuerlöscher rasch gelöscht worden, teilte die Polizei mit. In dem Haus befindet sich auch ein türkischer Obst- und Gemüseladen, der aber ebenso wenig wie die Moschee beschädigt wurde. Das Gebetshaus wird von der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüs (IGMG) betrieben.

          Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) verurteilte den Anschlag: „Egal, welche Motive die oder der Täter für sich reklamieren: Hier wurde fahrlässig und unverantwortlich mit dem Leben und der Gesundheit von Menschen gespielt.“ Czisch fügte hinzu: „Nicht vorzustellen, was hätte passieren können, wenn ein Feuer nachts in dem Haus, das von vielen Familien bewohnt wird, ausgebrochen wäre.“

          In den vergangenen Tagen waren in Nordrhein-Westfalen, Berlin, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg mehrere Brandanschläge auf Moscheen und deutsch-türkische Vereine verübt worden. Es wird ein Zusammenhang mit der aktuellen türkischen Militäroffensive im syrischen Kurden-Gebiet um Afrin vermutet.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ein Airbus der Lufthansa landet im November 2020 auf dem Berliner Flughafen Tegel.

          Klimaschutz : Rettet die Inlandsflüge

          Ein Verbot von Inlandsflügen, wie es zuletzt in Frankreich beschlossen wurde, ist der falsche Weg zum Klimaschutz. Es gibt andere, bessere Möglichkeiten.
          Wichtiger Wert: Wie viele Covid-Kranke auf  Intensivstationen liegen.

          Kennwerte der Corona-Pandemie : Neue Zahl, neues Glück?

          Die Zahl der Neuinfektionen bestimmte in den vergangenen Monaten den Alltag. Damit soll nun Schluss sein. Doch die neuen Pläne der Regierung gehen Wissenschaftlern nicht weit genug – denn Entscheidendes wurde in Deutschland versäumt.
          Am 18. Juni in Teheran: Ebrahim Raissi winkt den Medien zu, nachdem er seine Stimme in einem Wahllokal abgegeben hat. Die Wahl gewann er.

          Irans neuer Präsident : Schlächter und Schneeflocke

          Nächste Woche tritt Ebrahim Raissi sein Amt als iranischer Präsident an. Mit ihm zerbricht der Mythos vom reformfähigen Regime. Weiß der Westen, mit wem er es zu tun bekommt? Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.