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Baden-Württemberg : Brandanschlag auf Haus mit Moschee in Ulm

  • Aktualisiert am

Rußspuren an der Hauswand und auf dem Gehweg stammen von dem Brandsatz. Bild: dpa

Offenbar ist wieder eine Moschee Ziel eines Anschlags geworden. Polizisten konnten das Feuer in einem Ulmer Wohnhaus rechtzeitig löschen.

          Unbekannte haben in der Nacht zum Montag in Ulm zwei Brandsätze gegen ein Wohnhaus geworfen, in dessen Hinterhaus sich eine Moschee befindet. Das Feuer sei von einer Streifenwagenbesatzung mit dem Feuerlöscher rasch gelöscht worden, teilte die Polizei mit. In dem Haus befindet sich auch ein türkischer Obst- und Gemüseladen, der aber ebenso wenig wie die Moschee beschädigt wurde. Das Gebetshaus wird von der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüs (IGMG) betrieben.

          Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) verurteilte den Anschlag: „Egal, welche Motive die oder der Täter für sich reklamieren: Hier wurde fahrlässig und unverantwortlich mit dem Leben und der Gesundheit von Menschen gespielt.“ Czisch fügte hinzu: „Nicht vorzustellen, was hätte passieren können, wenn ein Feuer nachts in dem Haus, das von vielen Familien bewohnt wird, ausgebrochen wäre.“

          In den vergangenen Tagen waren in Nordrhein-Westfalen, Berlin, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg mehrere Brandanschläge auf Moscheen und deutsch-türkische Vereine verübt worden. Es wird ein Zusammenhang mit der aktuellen türkischen Militäroffensive im syrischen Kurden-Gebiet um Afrin vermutet.

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