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Interview mit Ulla Schmidt : „Vieles in der Politik ist familienfeindlich“

Der Grünen-Politiker Anton Hofreiter schiebt am 17. Mai 2022 einen Kinderwagen zur Fraktionssitzung seiner Partei im Bundestag. Bild: dpa

Ulla Schmidt saß für die SPD mehr als 30 Jahre lang im Bundestag. Im Interview spricht die frühere Gesundheitsministerin über Quotenfrauen, die Vereinbarkeit von Politik und Familie und das Machogehabe von Gerhard Schröder.

          7 Min.

          Frau Schmidt, Sie saßen mehr als dreißig Jahre lang im Bundestag. Haben es Frauen im Politikbetrieb besonders schwer oder ist es einfach allgemein ein fordernder Beruf?

          Anna-Lena Ripperger
          Redakteurin in der Politik.

          Auch wenn wir schon vieles erreicht haben, sind wir noch weit von der gleichberechtigten Teilhabe entfernt. Und es wird immer deutlicher, dass vieles im Politikbetrieb familienfeindlich ist. Der Bundestag ist in Berlin, der Wahlkreis ist weiter weg und vielleicht sehr groß. Man hat viele Abendveranstaltungen, nicht nur in den Sitzungswochen. Praktisch bedeutet das: Entweder einer der Partner verzichtet auf seine berufliche Verwirklichung und übernimmt die Familienarbeit, oder man braucht die Unterstützung anderer.

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