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Lambrecht im Interview : „Die Helme haben auch Leben gerettet“

Fehlt der große Plan? Die Sozialdemokratin Lambrecht im Verteidigungsministerium Bild: Andreas Pein

Seit einem Jahr ist Christine Lambrecht Verteidigungsministerin. Ein Gespräch über die Kritik an der deutschen Hilfe für die Ukraine, Munitionsmangel bei der Bundeswehr und die Frage, ob sie nicht lieber Innenministerin wäre.

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          Frau Ministerin, vor anderthalb Wochen haben Sie unseren polnischen Nachbarn Hilfe bei der Flugabwehr versprochen und die Stationierung mehrerer Patriot-Systeme angeboten. Ihr polnischer Kollege reagierte zunächst begeistert. Aber dann wollte die nationalistische PiS-Regierung plötzlich, dass die Patriots in der Ukraine stationiert werden. Fühlen Sie sich von denen ein bisschen übertölpelt?

          Peter Carstens
          Politischer Korrespondent in Berlin

          Polen ist besonders exponiert – das ist ja bei dem tragischen Raketeneinschlag mit zwei Todesopfern deutlich geworden. Mir war und ist es wichtig, Polen als guter Nachbar und enger Verbündeter in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Des­wegen dieses Angebot – Luftraumüberwachung und -verteidigung mit Eurofightern und Patriots. Dazu habe ich von meinem Amtskollegen eine sehr positive Rückmeldung bekommen, und unsere Teams haben unmittelbar mit der Planung begonnen. Dann kam Mitte letzter Woche völlig überraschend eine Wendung, und seitdem beobachten wir eine sehr lebendige Debatte in Polen. Wir halten unser Angebot aufrecht.

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