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Krieg in der Ukraine : Die Marine zeigt Flagge um jeden Preis

Im Einsatz: Korvette „Erfurt“, hier beim Auslaufen in Wilhelmshaven Bild: dpa

Die deutschen Seestreitkräfte hoffen, angesichts des russischen Überfalls die Mittel zu erhalten, um vollumfänglich ihren Auftrag erfüllen zu können. Zur Zeit ist „alles, was schwimmt“, auf See.

          3 Min.

          Der russische Überfall auf die Ukraine war einen Tag alt, da wandte sich Jan Christian Kaack, Vizeadmiral und Befehlshaber Flotte, in einem Tagesbefehl an die rund 16.300 Soldaten der Marine. Der Angriff sei eine „Zäsur“ für die deutsche Sicherheitspolitik. Während Heeresinspekteur Alfons Mais über Linkedin die Welt wissen ließ, dass die Bundeswehr „mehr oder weniger blank“ dastehe, suchte Kaack mit der kleinsten Teilstreitkraft das Gegenteil zu demonstrieren.

          Lorenz Hemicker
          Redakteur in der Politik

          Schiff um Schiff und Boot um Boot erhielten von Kaack neue Befehle. Die Korvette Erfurt, eigentlich Richtung Libanon unterwegs, schloss sich der Standing NATO Maritime Group 1 an, die in Nord- und Ostsee kreuzte. Sie ist einer von vier Verbänden der Allianz, die zur schnellen Bündnis-Eingreiftruppe VJTF zählen. Auch die Fregatte Lübeck, die auf dem Weg in die Ägäis war, änderte ihren Kurs und gliederte sich im Mittelmeer in die Standing NATO Maritime Group 2 ein. Das Flottendienstboot „Alster“ lief aus, um in der Ostsee Meer- und Küstengebiete elektronisch zu überwachen und gesicherte Erkenntnisse zu gewinnen. Zudem liefen vier Minenjagdboote aus, um die Nordflanke der Allianz sichern zu helfen.

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