https://www.faz.net/-gpf-8s51y

Twitter-Analyse : Viele Politiker haben überwiegend Fake-Follower

  • Aktualisiert am

Politiker sollten nicht allzu stolz auf viele ihrer Twitter-Follower sein: Bundesbildungsministerin Johanna Wanka, Arbeitsministerin Andrea Nahles und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Bild: dpa

Ihre Botschaften gehen an digitale Gespenster: Die Twitter-Gefolgschaft von Politikern besteht oft zum guten Teil aus Social-Bots und Fake-Profilen. Sigmar Gabriel und Sahra Wagenknecht sind offenbar Musterbeispiele.

          Viele Spitzenpolitiker, die sich über „Fake-News“ besorgt zeigen, haben selbst überwiegend „Fake-Follower“ – zumindest auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Das geht aus einer Social-Media-Analyse hervor, über die die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet.

          Demnach ist bei noch-SPD-Chef Sigmar Gabriel nur jeder zweite der gut 125.000 Follower authentisch, die restlichen stellten sich als so genannte Social Bots oder Fake-Accounts heraus. Bots sind Twitter-Konten, die automatisiert anderen Nutzern folgen und Nachrichten absetzen. Oft geben sie sich als reale Personen aus.

          Mehr als die Hälfte sind Twitter-Gespenster

          Auch Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD), der sich häufig Auseinandersetzungen mit sozialen Netzwerken liefert, versende seine Meldungen überwiegend an Gespenster. Knapp 61.000 seiner Gefolgsleute seien falsch, nur 51.000 echt.

          Schlechter steht nur die Linke Sahra Wagenknecht da: Deren 110.000 Anhänger rekrutieren sich laut Bericht zu mehr als drei Vierteln aus Bots und Fantasie-Mitgliedern. Bei Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) seien es von fast 10.000 Followern knapp 50 Prozent.

          Social Bots folgen oft wahllos tausenden Accounts mit dem Kalkül, im Gegenzug ebenfalls gefolgt zu werden. Twitter-Nutzer haben normalerweise wenig Einfluss darauf, wer ihnen folgt, und müssen sich selbst darum kümmern, suspekte Follower zu identifizieren und wieder zu entfernen.

          Weitere Themen

          Nur unverbindliche Brexit-Zusagen Video-Seite öffnen

          Mays mäßige Erfolge : Nur unverbindliche Brexit-Zusagen

          Die EU will sich im Poker um die Ratifizierung des Brexit-Abkommens in Großbritannien nicht erpressen lassen. Der EU-Gipfel machte Premierministerin Theresa May zwar eine Reihe von Zusicherungen, diese blieben aber rechtlich unverbindlich.

          Topmeldungen

          Jahr beendet, Saison noch nicht: Arjen Robben bei Bayern München.

          Bayern München : Fußball-Jahr für Robben beendet

          Seine Bayern-Karriere endet am Saisonende. Nun geht Robben auch verfrüht in die Winterpause. Trainer Kovac bezeichnet derweil Sportdirektor Salihamidzic und sich als „bad boy und good boy“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.