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Auf Eis gelegt : Türkische Leopard-2-Panzer werden nicht nachgerüstet

  • Aktualisiert am

Erstmal ohne Minenschutz: Ein Kampfpanzer des Typs Leopard 2A4 nahe der syrisch-türkischen Grenze Bild: dpa

Die Türkei will ihre modernsten Kampfpanzer aus deutscher Produktion nachrüsten. Berlin hält den Nato-Verbündeten aber erst einmal hin. Offenbar wegen Ankaras Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG.

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          Die Bundesregierung wird die türkischen „Leopard 2“-Kampfpanzer vorerst nicht nachrüsten, obwohl Ankara das wünscht. Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte am Donnerstag der Zeitschrift „Spiegel“, die geschäftsführende Regierung werde „dem Ergebnis der laufenden Koalitionsverhandlungen nicht vorgreifen und mit der Beratung von kritischen Vorhaben bis zur Neubildung einer Regierung warten“.

          Die Bundesregierung sei sehr besorgt über den militärischen Konflikt im Norden Syriens. „Was die aktuellen Beratungen um Rüstungsexporte angeht, so ist für die Bundesregierung klar, dass wir nicht in Spannungsgebiete liefern dürfen und dies auch nicht tun werden“, sagte Gabriel.

          Die Türkei hat in den 90er Jahren rund 350 „Leopard 2“-Panzer aus Beständen der Bundeswehr erhalten. Vor wenigen Tagen waren Bilder aufgetaucht, die den Einsatz solcher Panzer bei der Syrien-Offensive der türkischen Armee gegen die Kurdenmiliz YPG zeigen. Gabriel hatte seinem türkischen Kollegen Anfang Januar zugesagt, die Nachrüstung der Panzer mit Minenschutz zu prüfen. Das war aber noch vor der türkischen Offensive. Die Prüfung ist damit jetzt erst einmal auf Eis gelegt.

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