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Nach Festnahmen in Antalya : Kurdische Gemeinde fordert Reisewarnung für Türkei

  • Aktualisiert am

In Deutschland lebende Kurden im März in Frankfurt bei einer Demonstration gegen die türkische Politik Bild: AP

Nach den jüngsten Festnahmen zweier Deutscher in Antalya verlangen nicht nur Politiker eine Reisewarnung für die Türkei. Auch der Vize-Bundesvorsitzende der Kurdischen Gemeinde appelliert an Außenminister Gabriel.

          Die Kurdische Gemeinde in Deutschland hat Außenminister Gabriel aufgefordert, eine förmliche Reisewarnung für die Türkei auszusprechen. „Jeder deutsche Bürger, der sich irgendwann mal kritisch über Erdogan geäußert hat, ist gefährdet, sobald er in die Türkei reist. Es ist unverantwortlich, davor nicht zu warnen“, sagte Mehmet Tanriverdi, der Vize-Bundesvorsitzende der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.).

          Der Vorstand habe die Mitglieder schon im Mai vor Reisen in die Türkei gewarnt. Damals – nach dem Verfassungsreferendum – hätten sich Fälle gehäuft, in denen Beamte das Mobiltelefon von Türkischstämmigen mit deutschem Pass kontrolliert hätten. Es sei darum gegangen,  wie die sich in Mails oder Tweets über die Türkei äußern. Mehrere Personen seien danach tagelang festgesetzt und  schließlich nach Deutschland zurückgeschickt worden, sagte Tanriverdi der F.A.S.

          Er selbst und andere aktive Mitglieder der Kurdischen Gemeinde seien schon seit anderthalb Jahren nicht mehr in der Türkei gewesen, weil sie dort um ihre Sicherheit fürchteten. Einige Mitglieder, die aus privaten oder beruflichen Gründen noch in das Land führen, würden inzwischen ihre Handys abschalten und keine Mails mehr abrufen, damit sie nicht geortet werden könnten, sagte Tanriverdi.

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