https://www.faz.net/-gpf-9k16u

Tübinger Oberbürgermeister : Boris Palmer wettert gegen Radwege-Situation in Berlin

  • Aktualisiert am

Das also ist diese Hauptstadt? Boris Palmer am Mittwochbei seiner Berlin-Visite mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden im Berliner Abgeordnetenhaus Burkard Dregger Bild: dpa

Bei einem Berlin-Besuch legt der umstrittene Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer mit seiner Kritik an der Hauptstadt nach. Seinen Satz, in Berlin verlasse er den „funktionierenden Teil Deutschlands“, würde er so wieder sagen, gibt Palmer zu Protokoll.

          Nach seiner Berlin-Schelte hat Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer nachgelegt und die Radwege-Situation in der Hauptstadt bemängelt. „Hier in Berlin wird der Radfahrer zwischen Autos rechts und links durchgequetscht“, sagte der Grünen-Politiker am Mittwoch bei einer Tour durch die Stadt, zu der ihn die Berliner CDU-Fraktion eingeladen hatte. „Und ich habe eine Menge gefährlicher Situationen in einer Viertelstunde erlebt. Ich finde, da könnte Berlin noch besser werden.“

          Palmer betonte auch: „Ich wollte zwischen Zoo und Nollendorfplatz Fahrrad fahren. Aber außer Baustellenlücken, roten Ampeln und fehlenden Fahrradwegen ist mir irgendwie nichts ins Auge gestochen.“

          Vor einiger Zeit hatte Palmer Aufsehen erregt, als er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe über Berlin gesagt hatte: „Wenn ich dort ankomme, denke ich immer: Vorsicht, Sie verlassen den funktionierenden Teil Deutschlands.“ Palmer resümierte nach der Berlin-Tour über diesen Satz: „So in dem Sinne, wie ich ihn gesagt hab – nämlich zugespitzt und auch ein bisschen ironisch – mit dem Hinweis, dass es halt für mich als schwäbischen Spießbürger sich so darstellt, würde ich ihn wieder sagen.“

          Palmer sorgt mit seinen Äußerungen immer wieder für teils heftige Debatten. Im Sommer 2018 hatte er Kritik ausgelöst, als er von der Hautfarbe eines Radfahrers, der ihn in Tübingen fast umgefahren hatte, auf einen Asylbewerber schloss. Palmer sagte damals über den Vorfall dem „Schwäbischen Tageblatt“: „So benimmt sich niemand, der hier aufgewachsen ist mit schwarzer Hautfarbe.“ Im Interview mit FAZ.NET entschuldigte sich Palmer wenig später für seine Äußerung und erklärte, er habe „einen schweren Fehler gemacht“, weil er „Statistik mit Politik verwechselt“ habe.

          Weitere Themen

          Trump kritisiert toten McCain Video-Seite öffnen

          „Ich war nie ein Fan“ : Trump kritisiert toten McCain

          McCain habe ein gefälschtes Dossier an das FBI weitergegeben ohne ihn zu informieren, sagte Trump weiter. Zudem habe er gegen die Krankenversicherung Obamacare in Arizona gekämpft, in der entscheidenden Abstimmung aber dafür gestimmt.

          Drag Queen will in die Politik Video-Seite öffnen

          Thailand : Drag Queen will in die Politik

          Natalia Pliacam will als Drag Queen die Politik. Zielgruppe sind die Schwulen und Lesben des Landes. Er möchte Geschlechterrollen aufbrechen und beweisen, dass die thailändische Gesellschaft reif für neue Töne sind.

          Topmeldungen

          Wahlen in den Niederlanden : Das Potential der Rechtspopulisten

          Zwei sehr unterschiedliche Politiker versprechen den Niederländern ein Ende der Einwanderung und einen Austritt aus der EU. Baudet und Wilders sind Konkurrenten. Aber sie schöpfen aus einem großen Wählerreservoir.
          In den vergangenen Jahren erreichten immer mehr Menschen unterschiedlicher Schichten höhere Bildungsabschlüsse. Wird sich dies ändern? (Symbolbild)

          Modernisierung : Das absehbare Ende des Aufstiegs

          Gesellschaftliche Modernisierung und die Zunahme der höheren Bildung gehen Hand in Hand. Für die unteren Schichten ging es jahrzehntelang nach oben. Damit könnte irgendwann Schluss sein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.