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Boris Palmer : Brutalstmöglich narzisstisch

Hassfigur für viele Grüne: Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer Bild: EPA

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer ist für viele Grüne eine regelrechte Hassfigur – obwohl er, wie jetzt beim Anwohnerparken, durchaus grüne Politik macht. Hat er in der Partei trotzdem noch eine Zukunft – sogar als Ministerpräsident?

          Wenn Boris Palmer das Narzissmus-Potential seines politischen Amtes nicht ständig brutalstmöglich ausschöpfen würde, wäre er vielleicht schon Ministerpräsident in Baden-Württemberg. Aber stattdessen tritt der Tübinger Oberbürgermeister, rechtlich übrigens nicht unproblematisch, als Vertreter der Ortspolizeibehörde auf, um angeblich rüpelhaft auftretende Studenten zu schurigeln. Er äußert sich zur Flüchtlingskrise mit Thesen, für die er von der AfD mehrfach Beitrittsangebote bekam. Er entdeckt zur Linderung der Wohnungsnot im Baugesetzbuch das Instrument des Bebauungsgebots sowie das der Enteignung und verursacht damit eine nationale Debatte.

          Passend zur Klimaschutzdiskussion hat er nun wieder einen Vorschlag gemacht, der weit über Tübingen hinausgeht und den Grünen Palmer schnell in die Talkshows bringen dürfte: Er will das Anwohnerparken verteuern, von 30 Euro im Jahr auf 30 Euro im Monat. Tübingen soll blechlawinenfrei werden. Es sei nicht mehr zeitgemäß, so Palmer, dass der Staat private Autofahrer subventioniere, indem er derartig viel Parkraum zur Verfügung stelle. Klimaneutralität lasse sich damit in den Städten schwer erreichen. Für Palmers Vorschlag sprechen die schieren Fakten und der Mentalitätswandel in Teilen der Bevölkerung: In Berlin zum Beispiel ist die Autoparkfläche zehnmal so groß wie die für Spielplätze.

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          Rüdiger Soldt

          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

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