TU-Präsidentin : Rauch bleibt vorerst im Amt
Die Präsidentin der Technischen Universität Berlin (TU) Geraldine Rauch wird vorerst im Amt bleiben. Das Kuratorium der TU beschloss am Montag in seiner Sondersitzung mit einer nicht veröffentlichten Mehrheit, Rauch bei ihrem Neuanfang zu unterstützen und nicht einen Antrag auf Abwahl zu stellen. Es sei überzeugt, dass Rauch keine antisemitischen Vorurteile pflege.
Das „eklatante Fehlverhalten“ der Präsidentin, die mindestens einen massiv antisemitischen Tweet geliked hatte, habe der TU großen Schaden zugefügt und zu einer verstärkten Polarisierung innerhalb der Universität geführt. Der internationale Ruf der TU habe erheblich gelitten und „die Erfolgsaussichten für den erneuten Antrag“ bei der Exzellenzstrategie „sind getrübt“, heißt es in einer Mitteilung.
Das Kuratorium erwarte, dass der Vorfall konsequent aufgearbeitet, der innere Frieden in der TU wieder hergestellt, ein Programm gegen Rassismus und Antisemitismus aufgelegt werde und Rauch Lehren aus dem Vorfall für sich selbst und ihre Präsidentschaft ziehe.
Das Gremium erwarte enge Absprachen mit dem Präsidium und einen Bericht nach einem Jahr, welche Fortschritte gemacht wurden. Es sei die Aufgabe der Gremien der Universität, alles dafür zu tun, „um das Vertrauen in die TU Berlin und ihre Verpflichtung zu einer vorurteilsfreien, auf akademische Exzellenz und auf Humanität ausgerichteten Lehre und Forschung neu zu festigen“.

