https://www.faz.net/-gpf-7m32b

Trierer Bischof : Ackermann für Änderung katholischer Sexualethik

  • Aktualisiert am

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann Bild: dpa

Der Trierer Bischof Ackermann sieht deutlichen Veränderungsbedarf für Moral und Sexualethik in seiner Kirche. Es sei nicht mehr zeitgemäß, eine neue Ehe nach einer Scheidung als Todsünde anzusehen.

          1 Min.

          Angesichts großer Differenzen zwischen der katholischen Lehre und der Lebenswelt vieler Gläubigen sieht der Trierer Bischof Stephan Ackermann Veränderungsbedarf etwa bei der kirchlichen Sexualethik. Es sei etwa nicht mehr zeitgemäß, eine neue Ehe nach einer Scheidung als dauernde Todsünde anzusehen, sagte er der Mainzer „Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstag).

          Auch sei es nicht mehr haltbar, jede Art von vorehelichem Sex als schwere Sünde zu bewerten. „Wir müssen das Verantwortungsbewusstsein der Menschen stärken, ihre Gewissensentscheidung dann aber auch respektieren.“

          Die kürzlich ausgewertete Umfrage des Vatikans unter katholischen Gläubigen habe ergeben, dass die Morallehre der katholischen Kirche überwiegend als „Verbotsmoral“ und „lebensfern“ angesehen werde. „Wir können die katholische Lehre nicht völlig verändern, aber Kriterien erarbeiten, anhand derer wir sagen: In diesem und diesem konkreten Fall ist es verantwortbar.“

          Es gehe nicht an, dass es nur das Ideal auf der einen und die Verurteilung auf der anderen Seite gebe. Auch die Unterscheidung zwischen natürlicher und künstlicher Verhütung sei irgendwie künstlich. „Ich fürchte, das versteht niemand mehr.“

          Weitere Themen

          Groteske Geschichtsklitterung

          Streit über Peter Handke : Groteske Geschichtsklitterung

          Heute wird Peter Handke in Stockholm der Literaturnobelpreis verliehen. Die Debatte um seine Auszeichnung zeigt, wie anfällig selbst solche Milieus für Verschwörungstheorien sind, die sich für aufgeklärt und weltoffen halten.

          Topmeldungen

          Schriftsteller Peter Handke

          Streit über Peter Handke : Groteske Geschichtsklitterung

          Heute wird Peter Handke in Stockholm der Literaturnobelpreis verliehen. Die Debatte um seine Auszeichnung zeigt, wie anfällig selbst solche Milieus für Verschwörungstheorien sind, die sich für aufgeklärt und weltoffen halten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.