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Treffen der Jungen Union : Söder gegen frühe Festlegung auf Kanzlerkandidaten

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Betont in München abermals, dass sein Platz in Bayern sei: Markus Söder (CSU) beim digitalen Deutschlandtag der Jungen Union (JU) Bild: dpa

„Nicht zu früh“: Der CSU-Vorsitzende Markus Söder wendet sich gegen Forderungen, der künftige CDU-Vorsitzende solle die Union automatisch auch in die Bundestagswahl führen.

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          Der CSU-Vorsitzende Markus Söder hat Überlegungen in der CDU abgelehnt, sich kurz nach der geplanten Wahl eines neuen CDU-Chefs im Januar auch auf einen gemeinsamen Kanzlerkandidaten der Union festzulegen. „Wir dürfen keinen falschen Frühstart machen“, sagte Söder am Sonntag auf einer Veranstaltung der Jungen Union. Er warne wie Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble vor dem Versuch, sich schnell nach dem CDU-Parteitag entscheiden zu wollen. Eine Entscheidung werde nur gemeinsam in der Union fallen, die CSU werde auf jeden Fall mitsprechen. „Nicht zu früh“, laute die Devise. „Und nicht schon von vorneherein sagen, ,wer dieser oder jener wird, der wird dann gleichzeitig Kandidat'“, fügte der CSU-Vorsitzende hinzu.

          Hintergrund sind Forderungen führender CDU-Politiker, dass der neue CDU-Chef die Union auch in die Wahl führen solle. Söder, der selbst als potenzieller Kanzlerkandidat gehandelt wird, bekräftigte, dass sein Platz in Bayern sei. Er werde mit jedem CDU-Vorsitzenden gut zusammenarbeiten und wolle sich in die Auswahl bei der Schwesterpartei nicht einmischen.

          Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer kündigte auf der JU-Veranstaltung an, der CDU-Bundesvorstand werde am 14. Dezember beschließen, dass der Parteitag auch wirklich im Januar stattfinden solle. Vor allem Friedrich Merz als einer der drei Kandidaten um den CDU-Vorsitz hatte vor einer abermaligen Verschiebung gewarnt. Gegen ihn treten Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet sowie der Außenpolitiker Norbert Röttgen an.

          Dass Merz in Umfragen führe, sei nicht von Bedeutung, sagte Laschet im Deutschlandfunk. „Ich spüre viel Zustimmung, ich glaube dass gerade der Kurs der Mitte am Ende viele Delegierte überzeugen wird“, sagte er.

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