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Negativrekord : Über 33.000 Schusswaffen sind nicht mehr auffindbar

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Ein Kleiner Waffenschein liegt zwischen einer Schreckschuss-Pistole „Walther P22“, einem Magazin und einer Knallpatrone. Bild: dpa

In Deutschland sind so viele private Schusswaffen verschwunden wie noch nie. Auch die Zahl kleiner Waffenscheine steigt deutlich.

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          Die Zahl der nicht mehr auffindbaren Schusswaffen in Privatbesitz hat einem Bericht zufolge einen Rekordstand erreicht. Ende Januar 2020 waren laut dem nationalem Waffenregister 33.191 Schusswaffen nicht mehr auffindbar, wie der „Tagesspiegel“ am Montag unter Berufung auf Angaben der Bundesregierung auf eine Grünen-Anfrage berichtete. Das bedeute einen Anstieg um knapp 15 Prozent innerhalb von zwölf Monaten. 2016 seien lediglich rund 17.500 private Schusswaffen als unauffindbar registriert gewesen.

          „Es muss davon ausgegangen werden, dass potentiell jede dieser als abhanden gemeldeten Schusswaffen jetzt einer Person zur Verfügung steht, die sie legal nicht hätte erwerben wollen oder können“, sagte die Grünen-Innenpolitikerin Irene Mihalic dem „Tagesspiegel“. „Vor allem die rechtsextreme Szene ist sehr waffenaffin und zu Anschlägen bereit“, warnte sie.

          Mihalic forderte eine Pflicht zur regelmäßige Selbstauskunft für private Waffenbesitzer, „damit der Hauptunterschied zu einem liegen gebliebenen Schal in der U-Bahn oder einer verlorenen, scharfen Schusswaffe die obligatorische Meldung an die Waffenbehörde ist“.

          Dem „Tagesspiegel“-Bericht zufolge stieg derweil auch die Zahl der Bürger mit kleinem Waffenschein weiter an. Ende Januar waren demnach knapp 670.000 solcher Genehmigungen bei den Behörden registriert. Das sei ein Zuwachs um acht Prozent im Vorjahresvergleich.

          Dem Bericht zufolge hatte die Zahl der kleinen Waffenscheine Ende Januar 2019 bei rund 620.000 gelegen. Ende Januar 2018 seien es lediglich 565.000 gewesen, berichtete der „Tagesspiegel“ weiter.

          Wer einen kleinen Waffenschein besitzt, darf Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen verdeckt führen, aber nur im Notfall damit schießen. Voraussetzung für die Erteilung ist, dass der Bewerber volljährig ist sowie persönlich geeignet und zuverlässig erscheint. Scharfe Waffen sind in Deutschland nicht ohne Weiteres zugänglich.

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