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Tracing-App : Die größte Peinlichkeit der Coronakrise

Schweizer Soldaten testen eine Tracing-App. Bild: EPA

Ganz Deutschland leidet unter dem Virus. Was macht die Speerspitze des digitalen Zeitalters? Sie ergeht sich in Nerd-Gezänk und selbstverliebter Überwachungshysterie.

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          Die Geduld der Politik ist bemerkenswert, mit der sie die Entwicklung einer Tracing-App zur Ermittlung von Infektionsketten verfolgt. Während das Leben so gut wie stillsteht, reihenweise Grundrechte eingeschränkt werden und von einer Situation die Rede ist, die es seit 1945 nicht mehr gegeben habe, macht die Speerspitze des digitalen Zeitalters was? Sie ergeht sich im Nerd-Gezänk, das über den Tellerrand ihrer selbstverliebten Überwachungshysterie nicht hinausreicht. Die App entwickelt sich zur größten Peinlichkeit der Coronakrise.

          Der „Chaos Computer Club“ hat sicher recht, wenn er in seinem Offenen Brief darauf hinweist, dass eine dezentrale Speicherung der Daten die Variante wäre, die mehr Sicherheit vor unbefugtem Zugriff böte. Worauf der Club nicht eingeht, sind die Wünsche der Epidemiologen an eine solche App – dezentral sind sie auf die Schnelle nicht zu verwirklichen.

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