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Tornado-Nachfolge : Ein politisiertes Kampfflugzeug

Tornado-Kampfflugzeuge der Bundesluftwaffe fliegen in Formation auf dem Rückflug aus dem Irak Bild: dpa

Noch fliegt der Tornado. Aber das Kampfflugzeug muss dringend ersetzt werden. Dabei will vieles bedacht werden – was die Bundesverteidigungsministerin nicht immer bedenkt.

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          Nach rund 40 Jahren braucht die Luftwaffe neue Jagdbomber. Die bewährten Tornados haben ihr maximales Dienstalter fast erreicht, jede Wartung wird zur kostspieligen Angelegenheit. Kein Wunder, denn die Flugzeuge sind technisch ungefähr auf dem Stand eines VW Golf II. So gesehen, verdienen sie ein H-Kennzeichen für Oldtimer.

          Also müssen neue Fluggeräte angeschafft werden, falls Deutschland es mit der Landes- und Bündnisverteidigung ernst meint. Das sollte eigentlich so schwer nicht sein. Die Verteidigungsministerin hat nach Sichtung des Marktes einige Modelle ausgewählt, nun könnte der Bundestag souverän die besten Jagdbomber zum günstigsten Preis bestellen. Wäre es so einfach, wäre es nicht Politik. Deshalb spielen bei der Kaufentscheidung neben den technischen und finanziellen Gesichtspunkten drei weitere Beteiligte eine Rolle: die SPD, Frankreich und die Luftfahrtindustrie.

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