https://www.faz.net/-gpf-9kmdu

Tochter Hermann Görings : Edda Göring in München beigesetzt

  • Aktualisiert am

Edda Göring auf dem Arm ihres Vaters Hermann. Bild: Picture-Alliance

Bereits im Dezember 2018 ist Edda Göring in München verstorben. Sie war die Tochter des NS-Kriegsverbrechers Hermann Göring, der den Auftrag zur „Endlösung der Judenfrage“ erteilte.

          Edda Göring, Tochter des NS-Kriegsverbrechers Hermann Göring, ist auf dem Münchner Waldfriedhof beerdigt worden. Sie sei bereits am 21. Dezember 2018 gestorben und schon vor etwa zwei Monaten beigesetzt worden, sagte ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferates am Freitag. Sie wurde 80 Jahre alt. Die Münchner „tz“ hatte zuerst darüber berichtet.

          Demnach lebte Göring bis zu ihrem Tod im Münchner Stadtteil Lehel, sie wurde in einem Urnengrab beigesetzt. Bei der Beerdigung seien nur enge Bekannte dabei gewesen, hieß es aus internen Kreisen. Angeblich hatte sie verfügt, dass die Lage der Grabstelle nicht bekannt gegeben werden soll. Die Friedhofsverwaltung gab dazu keine Auskunft.

          Hermann Göring, der auch Kunstsammler war, spielte als rechte Hand Adolf Hitlers eine Schlüsselrolle beim Aufbau der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Er gab den Auftrag zur „Endlösung der Judenfrage“.

          1935 heiratete er – es war seine zweite Ehe – die Schauspielerin Emmy Sonnemann. Daraus ging die Tochter hervor, die nach Benito Mussolinis Tochter Edda genannt wurde. Medien zufolge war Hitler Eddas Taufpate. Der Internationale Militärgerichtshof in Nürnberg verurteilte Hermann Göring nach dem Krieg zum Tode. Vor der Vollstreckung tötete er sich im Oktober 1946 mit Zyankali.

          Weitere Themen

          Wer ist Boris Johnson? Video-Seite öffnen

          Schillernd und umstritten : Wer ist Boris Johnson?

          Der wirre Haarschopf ist unverkennbar: Boris Johnson liebt den großen Auftritt. Der Brexit-Hardliner ist eine der schillerndsten und umstrittensten Persönlichkeiten der britischen Politik.

          Topmeldungen

          Hat sich zum Zwei-Prozent-Ziel der Nato-Staaten bekannt: Annegret Kramp-Karrenbauer

          Akks Wehretat : Der Streit schwelt weiter

          Die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bekräftigt das Ziel der Nato, dass die Verteidigungsausgaben steigen sollen. Das provoziert Widerstand – in der Opposition und selbst beim Koalitionspartner.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.