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Sicherheitsbehörden : Innenministerium soll neue Anti-Terror-Einheit planen

  • Aktualisiert am

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) Bild: dpa

Als Reaktion auf die wachsende terroristische Bedrohung will Innenminister Thomas de Maizière einem Medienbericht zufolge eine neue Anti-Terror-Einheit gründen. Sie soll offenbar die Lücke zwischen Bereitschaftspolizei und Eliteeinheit GSG9 schließen.

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          Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will der wachsenden terroristischen Bedrohung laut einem Medienbericht mit einer neuen Anti-Terror-Einheit begegnen. Die Einheit solle Teil der Bundespolizei sein und die Lücke zwischen Bereitschaftspolizei und Eliteeinheit GSG9 schließen, berichtete am Freitag das rbb Inforadio unter Berufung auf Regierungskreise. Im Unterschied zur GSG9 soll die neue Einheit auch für normale Polizeidienste herangezogen werden.

          Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) unterstützte die Überlegungen zur Stärkung der Polizei. „Aufgrund der Erkenntnisse zu den schrecklichen Terroranschlägen in Paris sehen wir uns herausgefordert, dass wir die Polizei in Deutschland noch besser aufstellen müssen“, sagte Herrmann im Bayerischen Rundfunk. Wenn jemand mit schweren Waffen unterwegs sei, sei die Polizei „nicht perfekt ausgestattet“.

          Der CDU-Innenpolitiker im Bundestag Armin Schuster sagte dem rbb Inforadio, er begrüße die Absicht, robuste Polizeieinheiten speziell zur Abwehr von Terrorlagen neu zu bilden. Man brauche eine Einheit mit höherer Personalstärke, die spezialisiert sei für die Abwehr von Terrorlagen, und trotzdem im normalen Polizeieinsatz verwendet werden könne.

          De Maizière hatte am Dienstag angekündigt, dass der Bund angesichts der Terrorgefahren seine Sicherheitsbehörden besser ausstatten will. Bei Bundespolizei, Bundeskriminalamt und Bundesamt für Verfassungsschutz sollen demnach insgesamt 750 neue Stellen geschaffen werden. Für die Ausstattung der Sicherheitsbehörden will der Bund in den kommenden Jahren insgesamt 328 Millionen Euro mehr als bislang geplant ausgeben.

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