https://www.faz.net/-gpf-818rf

Sicherheitsbehörden : Innenministerium soll neue Anti-Terror-Einheit planen

  • Aktualisiert am

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) Bild: dpa

Als Reaktion auf die wachsende terroristische Bedrohung will Innenminister Thomas de Maizière einem Medienbericht zufolge eine neue Anti-Terror-Einheit gründen. Sie soll offenbar die Lücke zwischen Bereitschaftspolizei und Eliteeinheit GSG9 schließen.

          1 Min.

          Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will der wachsenden terroristischen Bedrohung laut einem Medienbericht mit einer neuen Anti-Terror-Einheit begegnen. Die Einheit solle Teil der Bundespolizei sein und die Lücke zwischen Bereitschaftspolizei und Eliteeinheit GSG9 schließen, berichtete am Freitag das rbb Inforadio unter Berufung auf Regierungskreise. Im Unterschied zur GSG9 soll die neue Einheit auch für normale Polizeidienste herangezogen werden.

          Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) unterstützte die Überlegungen zur Stärkung der Polizei. „Aufgrund der Erkenntnisse zu den schrecklichen Terroranschlägen in Paris sehen wir uns herausgefordert, dass wir die Polizei in Deutschland noch besser aufstellen müssen“, sagte Herrmann im Bayerischen Rundfunk. Wenn jemand mit schweren Waffen unterwegs sei, sei die Polizei „nicht perfekt ausgestattet“.

          Der CDU-Innenpolitiker im Bundestag Armin Schuster sagte dem rbb Inforadio, er begrüße die Absicht, robuste Polizeieinheiten speziell zur Abwehr von Terrorlagen neu zu bilden. Man brauche eine Einheit mit höherer Personalstärke, die spezialisiert sei für die Abwehr von Terrorlagen, und trotzdem im normalen Polizeieinsatz verwendet werden könne.

          De Maizière hatte am Dienstag angekündigt, dass der Bund angesichts der Terrorgefahren seine Sicherheitsbehörden besser ausstatten will. Bei Bundespolizei, Bundeskriminalamt und Bundesamt für Verfassungsschutz sollen demnach insgesamt 750 neue Stellen geschaffen werden. Für die Ausstattung der Sicherheitsbehörden will der Bund in den kommenden Jahren insgesamt 328 Millionen Euro mehr als bislang geplant ausgeben.

          Weitere Themen

          Ende mit Minimalbeschlüssen Video-Seite öffnen

          Klimagipfel in Madrid : Ende mit Minimalbeschlüssen

          Die UN-Klimakonferenz in Madrid ist nur mit Minimalbeschlüssen zuende gegangen. Die Delegierten aus fast 200 Ländern verständigten sich lediglich darauf, dass es eine Notwendigkeit gebe, die nationalen Klimaschutzziele anzuheben.

          Topmeldungen

          Die Ziele der EZB sind umstritten.

          Debatte um Inflationsziel : Was die EZB wirklich antreibt

          Ist die Inflationsbekämpfung das einzig wahre Ziel der EZB oder gibt es noch andere implizite Absichten, die in Entscheidungen einfließen? Eine neue Studie stellt ein interessantes Experiment an.

          Bildungsministerin Karliczek : Die Unterfliegerin

          Bildungsministerin Anja Karliczek gilt als ungeschickt, die Länder wollen sie in der Debatte um Bildungszusammenarbeit sogar ausbooten. Sie macht trotzdem weiter. Ein Porträt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.