https://www.faz.net/-gpf-830gl

Türkische Terrorgruppe : De Maizière verbietet linksextreme Zeitung

  • Aktualisiert am

Die Linksextremen der türkischen DHKP-C waren Ende März für eine Geiselnahme in Istanbul verantwortlich, bei der drei Männer starben. Bild: dpa

Die linksextreme türkische Untergrundorganisation DHKP-C ist in Deutschland mit einer eigenen Zeitung präsent. Nun hat Bundesinnenminister de Maizière die Verbreitung der Publikation gestoppt.

          1 Min.

          Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat die Verbreitung einer Zeitung der linksextremen türkischen Vereinigung DHKP-C in Deutschland verboten. Seit dem frühen Morgen um 6 Uhr liefen Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Baden-Württemberg, teilte das Innenministerium am Mittwoch in Berlin mit. 130 Polizisten waren im Einsatz.

          Bei der Publikation handelt es sich demnach um die Zeitschrift „Yürüyüs“. Sie propagiere offen die gewaltsame Beseitigung der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung und die Errichtung eines sozialistischen Gesellschaftssystems in der Türkei, hieß es zur Begründung. „Deutschland ist eine wehrhafte Demokratie“, sagte de Maizière. „Wir dulden keine Propaganda über die gewaltsame Beseitigung der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung in der Türkei, und schon gar keine Verherrlichung von Selbstmordattentaten.“

          Die „Revolutionäre Volksbefreiungspartei/-front“ (DHKP-C) operiert im Untergrund und steht sowohl in der Europäischen Union als auch in den Vereinigten Staaten auf der Terrorliste. In Deutschland ist die Organisation seit 1998 verboten. Anhänger der DHKP-C hatten Ende März in Istanbul einen Staatsanwalt als Geisel genommen. Der Mann und die beiden Geiselnehmer kamen bei der Erstürmung durch die Polizei ums Leben.

          Weitere Themen

          „Maduro ist ein Mörder“

          FAZ Plus Artikel: Leopoldo López im Exil : „Maduro ist ein Mörder“

          Spanien hat mit Leopoldo López einen neuen Exilanten aus Venezuela. Der verfolgte Oppositionspolitiker sorgt für viel Wirbel – zwischen den beiden Ländern, aber auch innerhalb der spanischen Linkskoalition.

          Türkischer Präsident tobt über Charlie Hebdo Video-Seite öffnen

          Erdogan-Karikatur : Türkischer Präsident tobt über Charlie Hebdo

          Im Streit zwischen der Türkei und Frankreich um Meinungsfreiheit und den Islam streut „Charlie Hebdo“ Salz in die Wunden: Das französische Satireblatt druckt auf der Titelseite eine Karikatur von Recep Tayyip Erdogan ab. Der türkische Präsident schäumt.

          Topmeldungen

          Champions League : Darum ist Dortmund kein absolutes Top-Team

          Der Champions-League-Start ging durch die Niederlage in Rom daneben. Nun steht Dortmund gegen Zenit St. Petersburg schon unter Druck. Mats Hummels glaubt zu wissen, warum es beim BVB noch nicht ganz rund läuft.
          Wieder beisammen: Leopoldo López mit seiner Ehefrau Lilian Tintori und ihren Kindern in Madrid

          Leopoldo López im Exil : „Maduro ist ein Mörder“

          Spanien hat mit Leopoldo López einen neuen Exilanten aus Venezuela. Der verfolgte Oppositionspolitiker sorgt für viel Wirbel – zwischen den beiden Ländern, aber auch innerhalb der spanischen Linkskoalition.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.