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Terrorgefahr in Deutschland : De Maizière fordert mehr Wachsamkeit der Bürger

  • Aktualisiert am

Thomas de Maizière hofft auf die Wachsamkeit der Bürger. Bild: AP

Ein Anschlag in Deutschland sei möglich, sagt der Innenminister. Deshalb seien die Behörden auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Das müsse Teil der „Sicherheitsarchitektur“ werden, so de Maizière in einem Zeitungsinterview.

          Wegen der anhaltenden Terrorgefahr hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) die Bevölkerung zu mehr Wachsamkeit aufgerufen. Nötig sei eine „erhöhte Achtsamkeit, wenn sich Familienangehörige, Nachbarn oder Freunde radikalisieren“, sagte der Minister der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). „Das muss Teil unserer Sicherheitsarchitektur sein.“ Derartige Hinweise seien für die Behörden „unverzichtbar für die Vereitelung von Terroranschlägen“.

          Die Radikalisierung erfolge nicht nur im Internet, sondern beginne regelmäßig auch im persönlichen Umfeld der Menschen, sagte de Maizière. Die Gefahr eines Anschlags in Deutschland bestehe fort, warnte de Maizière. „Wir müssen uns inzwischen sowohl auf Einzelattentate als auch auf gemischte Anschläge wie in Paris und international koordinierte Terroranschläge vorbereiten, nicht mehr nur auf eines dieser Szenarien“.

          Das Vorgehen gegen Terror und die Verhinderung von Anschlägen wird auch Teil der Beratungen der Innenminister der Länder sein, die sich im Saarland zu Tagung zusammenkommen. Bis Freitag wollen die Ressortchefs unter anderem über den Einsatz der Bundeswehr im Inneren reden.

          Die jüngsten Anschläge auf einen Nachtclub in Orlando und auf ein Polizisten-Ehepaar in Paris waren möglicherweise von dschihadistisch radikalisierten Einzeltätern ausgegangen.

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