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Kommentar zu Sarrazin : Ansichten eines Clowns

Thilo Sarrazin im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse. Bild: Frank Röth

Wie soll man es verstehen, dass die SPD wieder versucht, ihr medienwirksamstes Mitglied auszuschließen? Gefahr geht weder von ernsthafter Beschäftigung mit Migration noch von umfassender Einwanderungspolitik aus – sondern von Ignoranz und Arroganz.

          Ist der SPD-Parteivorstand die Fünfte Kolonne Thilo Sarrazins? Oder wie soll man es verstehen, dass jetzt, wo die Aufregung über sein neuestes Buch abgeflaut ist, die Parteiführung wieder einmal versucht, ihr medienwirksamstes Mitglied auszuschließen. Womöglich hofft man, außer auf das in Deutschland obligatorische Gutachten einer Kommission, auf ein Gesetz der Statistik: Einmal ist der Ausschlussversuch gescheitert, dann gab es einen Vergleich – und nun? Auch ein erfolgreicher Ausschluss dürfte keine reinigende Kraft entfalten – ja, womöglich verliert die in Umfragen gerade so zweistellige SPD nur noch mehr Mitglieder.

          Denn jenseits der Frage, ob Sarrazin durch seine in der Tat teils schwer erträglichen, Ressentiments schürenden Äußerungen auf fragiler Grundlage gegen die Satzung der Partei verstoßen hat, wird exakt der doppelte Eindruck entstehen, den Sarrazin und seinesgleichen zu bezwecken suchen: In Deutschland dürfe man nicht mehr die Wahrheit sagen. Und: Ausgerechnet die Sozialdemokraten wollen das Thema Migration nicht anpacken. Richtig ist: Sie wissen jedenfalls nicht wie.

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          Reinhard Müller

          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

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