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Evangelische Kirche : Theologen für Sterbehilfe in kirchlichen Einrichtungen

Eine Schwester hält einer sterbenden Frau die Hand (Symbolbild) Bild: dapd

Kirchlich-diakonische Einrichtungen sollen bestmögliche Palliativversorgung gewährleisten, sich aber dem Suizid nicht verweigern und Sterbewillige beraten, unterstützen und begleiten. Das fordern evangelische Theologen.

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          Namhafte Repräsentanten der evangelischen Kirche wie der hannoversche Landesbischof Ralf Meister und der Präsident der Diakonie, Ulrich Lilie, werben für die Möglichkeit eines assistierten professionellen Suizids in kirchlich-diakonischen Einrichtungen.

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

          In einer Stellungnahme, die der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Montagsausgabe) exklusiv vorliegt, heißt es, kirchliche Einrichtungen sollten eine bestmögliche medizinische und pflegerische Palliativversorgung sicherstellen. Zugleich dürften sie sich dem freiverantwortlichen Wunsch einer Person nicht verweigern, ihrem Leben mit ärztlicher Hilfe ein Ende zu setzen.

          „Leider gibt es im Umgang mit Suizidenten durch die Kirche eine lange Schuldgeschichte“, heißt es in der Stellungnahme. Heute gebiete es der „aus dem christlichen Glauben entspringende Respekt vor der Selbstbestimmung“, dem Sterbewilligen Beratung, Unterstützung und Begleitung anzubieten.

          Kirchliche Einrichtungen müssten Orte sein, in denen Suizid auf „sichere und nicht qualvolle Weise“ vollzogen werden könne. Durch eine Professionalisierung der Selbsttötung, die die Begleitung der Sterbenden wie seiner Angehörigen durch qualifizierte Seelsorgerinnen und Seelsorger einbezieht, kann nach Ansicht der Unterzeichner auch der geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe die Grundlage entzogen werden.

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