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Ein Unterstützer berichtet : „Gruppe S“ soll Anschläge auf Moscheen geplant haben

  • Aktualisiert am

Ein Mann, der im Zuge der Ermittlungen gegen eine mutmaßliche rechte Terrorzelle festgenommen wurde, wird von Polizisten in den Bundesgerichtshof in Karlsruhe gebracht. Bild: dpa

Nach Angaben eines Verdächtigen wollte die Gruppe Moscheen anzünden, um Muslime zum Verlassen Deutschlands zu bewegen. Auch über Attacken mit Schusswaffen sei gesprochen worden.

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          Einer der bei der Aufdeckung der rechtsextremen Terrorzelle „Gruppe S.“ festgenommenen zwölf Verdächtigen hat nach „Spiegel“-Informationen zugegeben, dass die Gruppe Pläne zum Angriff auf Moscheen besprach. Der mutmaßliche Unterstützer der Zelle habe entsprechende Gespräche bei einem Treffen der Gruppe im Februar im nordrhein-westfälischen Minden eingeräumt, berichtete das Magazin am Freitag vorab.

          Dem Bericht zufolge behauptete der Mann in seiner Vernehmung zunächst, es sei eigentlich um die Suche nach Zufluchtsorten für einen „Tag X“ gegangen. Um sich vor ausländischen Clans schützen zu können, habe man Waffen beschaffen wollen. Auf Nachfrage der Ermittler gab er demnach schließlich zu, dass bei dem Treffen in Minden auch über Angriffe auf Moscheen gesprochen worden sei.

          Man habe eines der Gotteshäuser anzünden wollen, damit die Muslime Deutschland verließen, gab der Mann demnach an. Auch über mögliche Attacken mit Schusswaffen sei gesprochen worden. Mit tödlicher Gewalt habe er aber nichts zu tun haben wollen.

          Weitere Hinweise auf die Gefährlichkeit der „Gruppe S.“ erhielten die Bundesanwaltschaft und das baden-württembergische Landeskriminalamt laut „Spiegel“ aus überwachten Telefonaten und Chatnachrichten. Der mutmaßliche Anführer der Gruppe, Werner S., habe eine Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit den Worten kommentiert: „Dieser Hochverräter“ werde „bezahlen“. Dazu veröffentlichte er demnach ein Messersymbol. Vor dem Treffen der Gruppe in Minden schrieb S. laut dem Bericht, man wolle den „Krieg“ besprechen. Wer das nicht verkrafte, habe dort nichts verloren.

          Die Bundesanwaltschaft hatte am 14. Februar vier mutmaßliche Mitglieder der Gruppe und acht mutmaßliche Unterstützer festnehmen lassen. Die Gruppe hatte nach Erkenntnissen der Ermittler die Absicht, durch Anschläge auf Politiker, Asylsuchende und Muslime in Deutschland „bürgerkriegsähnliche Zustände“ herbeizuführen.

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